Arbeiten im Sinne Adolph Kolpings

Bexbach. Sie sind in der Kirche zu Hause, vertreten ein christliches Arbeitsverständnis, leben verantwortlich und handeln solidarisch, sie prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit und nehmen sich Adolph Kolping als Vorbild. Die Kolpingfamilie Bexbach feierte am vergangenen Samstag das 60-jährige Bestehen mit einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St

Bexbach. Sie sind in der Kirche zu Hause, vertreten ein christliches Arbeitsverständnis, leben verantwortlich und handeln solidarisch, sie prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit und nehmen sich Adolph Kolping als Vorbild. Die Kolpingfamilie Bexbach feierte am vergangenen Samstag das 60-jährige Bestehen mit einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Martin sowie anschließendem Festabend im Pfarrheim. Der Diözesanvorsitzende der Kolpingfamilie Speyer, Klaus Butz, lobte die Gründer der Kolpingfamilie Bexbach, "deren Mut zum Aufbruch, deren Begeisterung und deren Feuer". Für ihn sei es eine Frage der Einstellung, wie lebendig eine Kolpingfamilie sei, stellte Butz eine verlorengegangene Identifikation mit Adolph Kolping fest. Aufgrund der Überalterung gelte es, die Tradition zu bewahren. "Tradition ist nicht das Aufheben der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers", forderte Butz dazu auf, andere Menschen für die Kolpingfamilie zu begeistern und sie auch für junge Menschen attraktiv zu machen. In einer nachdenklichen Rede warf Pfarrer Andreas Münck, Präses der Kolpingfamilie Bexbach, die Frage auf, ob es heute noch Platz für die Nöte der Menschen und für soziales Engagement gibt. Im Rahmen des Festabends zeichnete Klaus Butz gemeinsam mit Diakon Hans Eisel, dem Vorsitzenden der Kolpingfamilie Bexbach, und Andreas Münck, mit Josef Johann, Ludwig Nieder und Otto Dörr drei der vier noch lebenden Gründungsmitglieder aus. Der Vierte im Bunde, Josef Höffner, der 42 Jahre lang als Vorsitzender das Schiff Kolpingfamilie leitete, fehlte krankheitsbedingt. Bezirkspräses Hans Eisel wies auf das große Engagement der Kolpingmitglieder hin. Man treffe sich jeden Donnerstag. Auf dem Programm stehen Vorträge mit Referenten des Berufsbildungswerkes, Gesprächsrunden über politische und religiöse Themen. Darüber hinaus macht die Kolpingfamilie Ausflüge und führt Betriebsbesichtungen in der Region durch. "Wir beteiligen uns sehr stark am Kirchenleben innerhalb unserer Pfarrei und sind bei allen Veranstaltungen präsent", betonte Eisel. "Wir sind eine generationsübergreifende familienhafte Gemeinschaft, die sich zum Wohle unserer Pfarrei engagiert. Die Wurzel der Menschheit ist die Familie", zitierte Eisel Namensgeber Kolping. Zur Tradition der Kolpingfamilie, die aus der DJK Bexbach hervorgegangen ist, gehört auch die Teilnahme an der Wallfahrt nach Blieskastel. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten der Fanfarenzug der DJK Bexbach, der Kirchenchor der Pfarrei St. Martin unter der Leitung von Christina Weyers sowie die Blockflötengruppe Oberringer aus Niedergailbach. "Die Wurzel der Menschheit ist die Familie."Adolph Kolping

Auf einen BlickDie Kolpingfamilie Bexbach besteht seit 60 Jahren. Vorsitzender der derzeit 112 Mitglieder zählenden Kolpingfamilie ist seit drei Jahren Diakon Hans Eisel. Die Kolpingfamilien prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit. Zum Vorbild haben sie den Priester und Gründer des Kolpingwerkes, Adolph Kolping (1813 bis 1865), der 1991 selig gesprochen wurde. re