Ab heute täglich: Warum die Menschen gern in Bexbach lebenMesse-Stadt mit Mehrwert

Ab heute täglich: Warum die Menschen gern in Bexbach lebenMesse-Stadt mit Mehrwert

Bexbach. Fragt man Bexbachs Einwohner, was ihre Stadt lebens- und liebenswert macht, so fallen die Antworten so unterschiedlich aus, wie es die Menschen selbst sind

Angela Deutsch, 28 Jahre, lebt gern in Bexbach, weil sie dort nette Kolleginnen hat, weil es eine schöne Stadt ist - und weil die Leute, die dort leben, sehr nett sind. Foto: SOL.
Für Bürgermeister Heinz Müller (rechts, hier bei der Eröffnung der Camping-Messe) ist Bexbach ein lebens- und liebenswerter Ort, der sich für ihn durch einen Spannungsbogen zwischen Moderne und Vergangenheit auszeichnet.
Angela Deutsch, 28 Jahre, lebt gern in Bexbach, weil sie dort nette Kolleginnen hat, weil es eine schöne Stadt ist - und weil die Leute, die dort leben, sehr nett sind. Foto: SOL.

Bexbach. Fragt man Bexbachs Einwohner, was ihre Stadt lebens- und liebenswert macht, so fallen die Antworten so unterschiedlich aus, wie es die Menschen selbst sind. Oft geprägt durch die ganz persönliche Sicht auf und aus dem Stadtteil, in dem man lebt, ist es mal die Vereinsstruktur, mal das Sportangebot, mal die landschaftliche Lage oder auch die Geschichte, die die Menschen an ihre Heimatstadt bindet. Für Bexbachs Bürgermeister Heinz Müller (SPD) bietet sich zusätzlich die Sicht des Verwaltungschefs auf die Gesamtheit Bexbachs. Gefragt, welches Image er seiner Stadt, auch mit Blick auf das inzwischen notwendige Marketing, geben würde, kommt seine Antwort eindeutig: " Um nach außen ein wahrnehmbares Bild von Bexbach zu vermitteln, nenne ich immer unsere Camping-Reise-Freizeit-Messe, die sich in diesem Jahr unter dem neuen Namen 'Camping-Freizeit-Automobil' präsentiert. Bexbach ist die Stadt dieser Messe und die Stadt des Saarländischen Bergbaumuseums." Dass sich Bexbach, wie andere Kommunen auch, heute mit positiven Standortfaktoren ausstatten müsse, um für Bürger, aber auch für Gewerbe und Industrie attraktiv zu sein, da ist sich Müller sicher, dem oft beschworenen Konkurrenzkampf der Kommunen erteilt er aber eine Absage. "Ich halte es für falsch, wenn in unserer kleinen Region, dem Saarpfalz-Kreis, eine Kommune der anderen die Bürger abjagt, indem die eine Kommune scheinbar mehr Annehmlichkeiten und Geschenke anbietet als die andere. Zu Ende gedacht heißt dies, dass es letztendlich in jeder Kommune ein Hallenbad, eine Eventhalle, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und vieles mehr bis hin zu Steuersenkungsprogrammen gäbe, um sich gegenseitig zu überbieten." Müller setzt dagegen auf die gesamte Region als attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld und grenzt dabei auch den Tourismus nicht aus. "Ich weise auch darauf hin, dass unser Bereich großartige touristische Sehenswürdigkeiten abdeckt, so die Frühgeschichte mit dem Römermuseum und den keltischen Ausgrabungen, mit Naturerscheinungen wie Europas größte Bundsandsteinhöhle."Aber auch das Biosphären-Reservat und das Bergbaumuseum in Bexbach gehören für Müller zu den Faktoren, die die Region im Ganzen, aber auch Bexbach im Einzelnen anziehend machen. Spricht man Müller auf das nicht kommunal gebundene Engagement für das Gemeinwesen an, so auf die Arbeit der Vereine, so zeigt sich der Verwaltungschef mit dem Angebot in der Höcherbergstadt mehr als zufrieden. "Ich bin in Bexbach stolz auf unsere Vereine, Verbände und Organisationen. Es gibt viele Angebote für unsere Jugend und die Erwachsenen im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich. Allein 65 unterschiedliche Organisationen findet man auf unserer Internetseite. Unter anderem unterstützt die Stadt diese Gruppierungen in vielfältiger Weise, indem wir zum Beispiel Hallen zur Verfügung stellen, bis hin zur Förderung nach festgelegten Richtlinien." Natürlich bleibt die Frage, was für Heinz Müller ganz persönlich seine Stadt ausmacht. Da ist der erste Teil seiner Antwort ganz die des Verwaltungschefs: "Für Kinder gibt es ein gutes Angebot in Krippen, Kindergärten und im Schulbereich. Daneben gibt es eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten sowohl für die Jugend als auch für Erwachsene. Für Senioren gibt es Organisationen, die sich um sie kümmern und eine angemessene Infrastruktur, die sie nutzen können. Damit ist das gesamte Leben in Bexbach für mich und alle Bürgerinnen und Bürger umfassend attraktiv gestaltet." Und dann wird er doch ganz persönlich. "Ein Bild prägt immer meine Erinnerung: Wenn man im Frühjahr zum Höcherberg hinauf schaut, sieht man noch Schnee am Höcherturm, während in der Stadtmitte auf dem Aloys-Nesseler-Platz die Menschen schon die warme Sonne genießen." Bexbach. Die Saarbrücker Zeitung hat sich in der Stadt Bexbach umgesehen. Zwei Wochen lang wird täglich über verschiedene Aspekte der Stadt am Höcherberg berichtet. Dabei kommen auch die Bürger zu Wort, erzählen, warum sie gern hier leben. Heimat: Das ist ein Wort, das in den meisten Menschen Emotionen weckt. Doch wo ist Heimat? Zuerst wohl auf jeden Fall dort, wo man lebt, wo man seine Kinder aufzieht, seinem Beruf nachgeht, Freud und Leid erlebt. Heimat ist der Ort oder der Stadtteil mit seinen Menschen, seinen Häusern, den Vereinen und seiner Landschaft.Die Menschen im Saarland, so sagt man, sind besonders heimatverbunden. Dem will die Saarbrücker Zeitung mit einer neuen Aktion nachgehen. "Ich lebe gern in Bexbach", heißt es ab heute in Ihrer SZ. In den kommenden zwei Wochen werden Journalisten und Fotografen der Frage nachgehen, warum die Menschen gern in Bexbach leben. Was macht den Charme der Gemeinde aus? Welche Menschen leben hier, und warum ist ihnen ihr Ortwichtig? Intensiv wird die SZ die Vereine in Bexbach in den Fokus nehmen. Ganz besondersumfangreich werden aber die Bexbacher Bürger selbst zu Wort kommen. Denn schließlich ist es ihr Ort, ihre Heimat. "Ich lebe gern in Bexbach" soll so ein positiver Spiegel des Lebens in der Gemeinde werden. Und dabei wird es die Saarbrücker Zeitung nicht belassen. Kontinuierlich wird die Redaktion weiter nach der Seele unserer Heimat suchen. red