Herzkissen-Aktion: 260 Herzkissen für das Brustzentrum

Herzkissen-Aktion : 260 Herzkissen für das Brustzentrum

Hobbykünstler haben auch fleißig für die Kinderkrebsstation der Uniklinik Homburg genäht.

Seit drei Jahren schon stellt der Verein Hobbykünstler um den Höcherberg sogenannte Herzkissen für das Brustzentrum in der Frauenklinik des Uniklinikums in Homburg her. So ein Kissen wird mit einer speziellen Füllung versehen und dann mit Stoff zugenäht. Wichtig sei, dass das Herzkissen weich ist, sagte die Vereinsvorsitzende Sandra Bauer, denn die Patienten, die eines benötigen, hätten oft große Schmerzen in diesem Bereich.

„Es geht bei der Aktion darum, dass es für Frauen, die im Bereich der Brust oder der Achselhöhle operiert wurden, nachher viel angenehmer ist, wenn sie ein Herzkissen unter den Arm klemmen können“, sagte Klinikdirektor Erich-Franz Solomayer. Das käme von der Entlastung der Schulter, des Arms und der Achselhöhle. „Viele sind damit sehr zufrieden“, meinte Solomayer. Die Patientinnen könnten auch besser damit laufen.

Mit den Hobbykünstlern steht die Klinik ständig in Kontakt: „Wenn wir sagen, dass unsere Vorräte zu Ende gehen, dann melden wir uns“, erzählte der Klinikchef. Nicht nur für das Brustzentrum, auch für die Kinderklinik stellt der Verein Herzkissen her. „Den Leuten, die so ein Kissen kriegen und die wissen, dass es freiwillig hergestellt wurde, tut das auch in der Seele gut. Das hebt die Klinikstimmung“, meinte Solomayer.

In diesem Jahr spendeten die Vereinsmitglieder 260 Herzen ans Brustzentrum. Weitere 70 gingen an die Kinderkrebsstation. „Einmal im Jahr machen wir eine Nähaktion an vier Terminen“, sagte Sandra Bauer. Etwa 15 Mitglieder hätten teilgenommen.

Die Arbeit werde dabei in verschiedene Stationen aufgeteilt: „Es gibt welche, die nur nähen, andere schneiden nur zu, andere füllen und wieder andere schließen die Öffnung des Kissens“, erzählte die Vereinsvorsitzende bei der Übergabe der Kissen.

Ein großer Dank ging sowohl vom Verein als auch von der Klinik an das Geschäft „Stoffparadies“ in Homburg, das einen großen Teil des Stoffs gespendet hat. Ebenfalls bedankten sich alle bei der Deutschen Post, die den Transport der Kissen übernahm. Das Füllmaterial wurde vom Verein gekauft, der dafür nach eigenen Angaben auch Spenden gesammelt hat.

Wie es zu der ganzen Aktion kam, erzählte Sandra Bauer: „Vor drei Jahren ist eine Bekannte von mir mit 37 Jahren an Brustkrebs gestorben, da habe ich gesagt, wir müssen da etwas machen.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung