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26-Jähriger aus Bexbach ist bundesbester Auszubildender.

Bundessieger aus Bexbach : Yannik Wasemann startet durch

Der 26-Jährige aus Bexbach hat nicht nur landes-, sondern auch bundesweit als bester Auszubildender zum Hochbau-Facharbeiter abgeschnitten.

Für den 26-jährigen Yannik Wasemann aus Bexbach kam die Nachricht, dass er nicht nur landesbester, sondern bundesbester Auszubildender zum Hochbau-Facharbeiter ist, total überraschend. Der gebürtige Zweibrücker hat nach seiner mittleren Reife ein Praktikum bei einer Firma in Zweibrücken gemacht und wurde danach zunächst als Bauhelfer eingestellt.

„Als ich älter wurde, merkte ich irgendwann, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung vielleicht gar nicht schlecht wäre.“ Seine jetzige Frau hatte ihre eigene Ausbildung zwischenzeitlich beendet und konnte ihn in seinem Vorhaben deshalb finanziell unterstützen. Das junge Paar half sich gegenseitig, jetzt wurde das von großem Erfolg gekrönt und mit einer Auszeichnung in der Saarbrücker Industrie- und Handelskammer (IHK) belohnt.

Auf den Ausbildungsbetrieb „Erhard + Hellmann Bauunternehmung GmbH“ in Homburg wurde er durch persönliche Recherche aufmerksam. „Erhard und Hellmann ist auch bei uns in der Ecke recht bekannt und hat einen guten Namen. Also habe ich mich beworben, und das Bewerbungsgespräch lief gut“, sagt Wasemann. Er kann seinen Ausbildungsberuf und den Betrieb nur weiterempfehlen: „Es ist ein super Beruf, wenn man gerne an der frischen Luft ist und viel Abwechslung will.“ Baustellenluft ist für ihn zum Lebenselixir geworden, den Job liebt er inzwischen sehr. Von einigen Klassenkameraden habe er gehört, dass sie in der Ausbildung nicht so viel selbst machen durften, doch bei ihm sei das nicht so gewesen: „Ich durfte selbst viel Hand anlegen und alles ausprobieren und ich denke, das ist wichtig. Aber ich hatte schon viele Vorkenntnisse als ich angefangen habe. Das hat viel geholfen.“

Als er merkte, dass es in der Schule gut läuft, war er motiviert, Landesbester zu werden. Sein Ehrgeiz sei geweckt worden, als die ersten guten Ergebnisse gekommen seien. Doch damit, dass es im Endeffekt sogar für einen Bundessieg unter Deutschlands Lehrlingen reicht, hätte er nicht gerechnet.

Für Stress nach dem Lernen oder der Arbeit hatte der 26-jährige einen guten Ausgleich. „Ich habe einen Hund. Spazieren zu gehen, hilft mir, Stress abzubauen.“ Außerdem spielt der Bexbacher schon fast sein ganzes Leben Fußball. „Ich habe immer im Verein in Zweibrücken gespielt, doch während meiner Ausbildung musste das ein bisschen zurückstehen.“ Jetzt will Wasemann noch mal verstärkt anfangen, mit seiner Mannschaft zu trainieren.

Nach seiner Ausbildung hat er einen Festvertrag mit einer Firma in Bruchmülbach-Miesau unterschrieben. Seine derzeitige Firma habe ihm „auch sehr gut gefallen, doch da wo ich jetzt bin, ist es ein bisschen familiärer, und das mag ich sehr gern“. Ziele hat er drei: ein Haus, eine Familie und, wenn es gut läuft, irgendwann ein Leben in Selbstständigkeit.