Wer hat die schönsten Rosen? : Rosen in diesem Sommer - ein Traum

Es ist nicht zu übersehen: 2019 ist ein Rosenjahr. Wer hat die schönsten Rosen? Schicken Sie uns doch ein Bild von Ihrer Lieblingsrose.

Wer derzeit mit offenen Augen durch die Homburger Innenstadt geht, wird feststellen: So schön waren die mit Rosen und Lavendel bepflanzten Inseln in der Talstraße noch selten. Der lilablaue Lavendel bildet einen wunderbaren Kontrast zu den knallroten Bodendecker-Rosen, und beide duften um die Wette. Aber auch in den Homburger Stadtteilen, zum Beispiel in Beeden, wuchern  die Rosen üppig über die städtischen Grüninseln hinaus. In Limbach, bekannt für seine besonders hübsch angelegte Dorfstraße, ergänzt der Rosenduft denjenigen der süß riechenden Lindenblüten. Kurzum: Wir haben derzeit ein Rosenjahr.

Denn auch in den privaten Gärten waren die Rosen schon lange nicht mehr so schön. Woran liegt das? „Das Frühjahr war bei uns relativ kühl, es hat öfter geregnet, aber ohne wirklich stürmisch zu sein“, sagt Oliver Werner, der für die Grünanlagen am Uniklinikum verantwortlich ist, eine Aufgabe, der er mit Leidenschaft nachkommt. Sogar eine Partnerschaft hat er zwischen dem kleinen Rosengarten am Uniklinikum (vor der I-Med) und dem viel größeren Rosengarten in Zweibrücken begründet.

„Die Rosen brauchen beim Wachstum viel Wasser, das hatten wir ja im Mai“, sagt Werner, „und es war nicht warm. Im vergangenen Jahr sind die Rosen wegen der Hitze ja schon im Mai verdorrt“. Das Ergebnis im letzten Jahr sei dann eine „sehr schnell folgende Nachblüte“ gewesen, die ebenfalls spärlich und mickrig ausgefallen sei. „Wenn es zu früh zu warm und zu trocken ist, haben die Rosen Stress.“

Auch Monika Lambert-Dejong vom Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz lobt die kühle und feuchte Witterung im Mai, „wir Menschen haben uns über den Mai beklagt, aber die Rosen konnten sich richtig erholen. Es war im Mai zwar regnerisch, aber nie schwül, so konnten sich auch kaum Pilzkrankheiten ausbilden“. Dafür seien Blattläuse ein Problem, das auch Oliver Werner erwähnt, „aber mit Blattläusen wird man ganz gut fertig, inzwischen gibt es da sehr gute Präparate, die auch ohne giftige Stoffe auskommen“.

Allerdings liege es auch an den Gärtnern und Hobbygärtnern selbst, welche Sorten sie anpflanzten, denn eine robuste Rose, so die Expertin, sei schon mal ein erster Schritt gegen Krankheiten: „Man kann beim Kauf auf das Etikett ARD achten, das heißt Anerkannte Deutsche Rose und ist eine Orientierungshilfe für alle, die nach relativ robusten Rosensorten suchen.“ Allerdings könnte es mit der derzeitigen Pracht bald vorbei sein, denn nun ist große Hitze angekündigt, und die mögen die Rosen gar nicht. Also sollte man sich beeilen, wenn man seine Rosen im Garten genießen möchte.

Wer Geschmack hat, pflanzt Rosen bevorzugt in ein Umfeld, das ihre Schönheit noch mehr zur Geltung bringt. Die feenhafte Sorte Jasmina wirkt vor der Kulisse der Farnkräuter noch zarter und porzellanhafter. Foto: Brita Larsen
Die dunkelrote Teehybride „Black Magic“ des Züchters Tantau gewann vor 19 Jahren den Schönheitswettbewerb.  Inzwischen bevorzugt man wieder romantischere, bäuerliche Sorten, denn auch bei Rosen gibt es Moden. . Foto: dpa/Patrick Seeger

Lieber Leserinnen und Leser, wir würden gerne Ihre schönsten Rosenfotos veröffentlichen. Bitte schicken Sie uns per E-Mail ein Foto von Ihrer Lieblingsrose, geben Sie bitte den Namen der Rosensorte an und ihren Wohnort. Wenn Sie wollen, auch ein paar Hinweise über Ihre besonderen Tricks, warum Ihre Rose so schön blüht - und die Art, wie sie duftet. Geben Sie als Stichwort im Betreff bitte „Meine Rose“ an.   Die Adresse lautet: sz-hom@sz-sb.de

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