Was bisher grundlegend falsch lief beim Saarbrücker Pingusson-Bau

Saarbrücker Pingusson-Bau : PR-Leute wären hilfreicher gewesen

Was haben sich die Architekten, Denkmalschützer und Kulturleute nicht schon ins Zeug gelegt für den Pingusson-Bau! Es wurden Workshops veranstaltet, Architektur-Broschüren verfasst, zuletzt das „Resonanzen“-Großprojekt durchgezogen.

Großartig. Und was hat der Kultusminister nicht schon alles ermöglicht an Öffnung und Leben, selbst im Park. Ja, all das war genau der richtige Weg, um für das Denkmal zu werben, doch ein solcher Prozess kostet endlos viel Zeit. Die hat der Pingusson-Bau nicht mehr, mutmaßlich wird das Kabinett bis Ende des Jahres über sein Schicksal entscheiden. Deshalb müssen sich all die wackeren Kämpfer nun auch Kritik gefallen lassen. Sie haben etwas unterschätzt, nämlich wie verborgen der  Pingusson-Schatz noch ist, und das Wissen um dessen architektonische Qualitäten und regionalhistorische Singularität alles andere als Allgemeingut. Es fehlt Akzeptanz in der Breite. So hätte in all den Jahren des Sanierungs-Stillstands der Pingusson-Bau wohl nichts dringlicher gebraucht als PR- und Social-Media-Profis, eine leicht verständliche Sympathie-Werbekampagne, landesweit, druckvoll. Auftraggeber: die Landesregierung. Zugegeben, diese Vorstellung gehört ins Phantasia-Land.

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