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Warum die Saar-Kultur zum Saison-Start den Beistand des Publikums braucht

Start der neuen Saar-Kultursaison : Die Kultur braucht uns

Mit einem Riesenangebot startet die Saar-Kultur diese Woch in die neue Saison - als hätte es Corona nie gegeben. Jetzt muss aber auch das Publikum mitspielen.

Fast könnte man meinen, es hätte Corona nie gegeben, als wären Pandemie und Lockdowns bloß ein böser Traum: So energiestrotzend startet die Kultur diese Woche im Saarland in die neue Saison. Staatstheater und Weltkulturerbe Völklinger Hütte, beides Flaggschiffe der Kultur hier, nehmen kommendes Wochenende sogar gemeinsam Fahrt auf. Die Deutsche Radio Philharmonie liefert zeitgleich im Kloster Eberbach den sicherlich krönenden Abschluss des Rheingau-Musik-Festivals, bevor die Radio-Sinfoniker am 12. September auch in Saarbrücken loslegen. In St. Ingbert beginnt am 4. September die „Pfanne“, ein Wettbewerb, der seit Jahren das Sprungbrett für kommende Kabarett- und Comedystars ist. In St. Wendel folgt bald darauf das Jazz-Festival, auch ein Hochkaräter seit jeher, die Musikfestspiele Saar laden auch schon zu ihrer Herbstausgabe ein, zudem wird der Helmlé-Übersetzer-Preis verliehen... Eine schier unglaubliche Fülle und auch Vielfalt, die umso mehr begeistert, ruft man sich ins Gedächtnis, was die Kulturleute alles durchmachen mussten. Kaum Chancen aufzutreten – und für viele war es über Monate hinweg auch unmöglich, mit ihrer Kunst und ihrem Können Geld zu verdienen. Jetzt dürfen sie endlich wieder und wollen, solange die Pandemie sie eben lässt.

Aber genau jetzt brauchen uns auch die Künstlerinnen und Künstler, jede und jeden von uns! Menschen, die – am besten vollständig geimpft – ins Theater, ins Konzert, in die Ausstellung strömen und mit ihrer Anwesenheit und ihrem Eintrittsgeld demonstrieren, wie essentiell wichtig ihnen die Live-Kultur ist. Bevor jemand auf die dumme Idee kommt, man könnte davon einiges einsparen, weil die Pandemie Staat und Kommunen ja so viel Geld gekostet hat.