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UNESCO adelt Biosphärenreservat im Saarland vorzeitig

Verlängerung des Titels „Modellregion“ : Große Hoffnung für die Biosphäre

Die Unesco wird vermutlich erneut  das Biosphärenreservat Bliesgau adeln – und dies für die kommenden zehn Jahre. Das Saar-Umweltministerium bestätigt die positiven Signale, die die Bemühungen aller Akteure in der Biosphäre würdigen.

Projekte und Programme zur nachhaltigen Entwicklung seien als „vorbildhaft“ dargestellt worden, hieß es. Die Entscheidung in Paris wird offiziell erst im Laufe des Jahres erwartet, doch schon jetzt sieht die Biosphäre optimistisch in die Zukunft. Das alles entscheidende Votum des Internationalen Koordinierungsrates steht zwar noch aus, die vorgeschaltete Instanz jedoch, das Advisory Committee (Beratungsaussschuss), das die Prüfung der vom Saarpfalz-Kreis eingereichten Unterlagen vornahm, hat dem Koordinierungsrat bereits eine entsprechende Empfehlung zukommen lassen. Und dass diese letztlich zählen wird, daran gibt es keine all zu großen Zweifel. Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD): „Mit der erstmaligen Auszeichnung als Unesco-Biosphärenreservat im Jahr 2009 wurde der Bliesgau und seine angrenzenden Bereiche als Unesco-Modellregion von Weltrang geadelt. Eine Auszeichnung, die in Deutschland bislang nur 18 Mal verliehen wurde. Unter den weltweit 701 Regionen, die diesen Titel tragen dürfen, befinden sich klangvolle Namen wie die Everglades oder der Yellowstone-Nationalpark. Dass wir jetzt die berechtigte Hoffnung auf eine weitere Anerkennung haben dürfen, macht uns stolz und gibt Ansporn, das Projekt weiter voranzubringen.“ Im federführenden Biosphärenzweckverband Bliesgau bündeln ihre Kräfte die Gemeinden Gersheim, Kirkel, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, die Städte Blieskastel, Homburg und St. Ingbert sowie der Saarpfalz-Kreis und das Saarland.