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Studenten der HfM Saar meistern Mahlers Siebte Sienfonie technisch

„Danke“ in der Congresshalle : Studenten der HfM meistern Gustav Mahlers Siebte

Mit einem Konzert seines Orchesters hat sich die Hochschule für Musik Saar (HfM) am Mittwoch in der Congresshalle bei ihren Förderern und Freunden bedankt. Das musikalische „Danke“: Gustav Mahlers 7. Sinfonie.

Dieses Schwergewicht mit Studierenden unterschiedlicher Leistungsstufen auf die Beine zu stellen, war mutig. Denn es ist in jeder Hinsicht ein schwieriges Werk, dem Adorno „ein ohnmächtiges Missverhältnis zwischen der prunkvollen Erscheinung und dem mageren Gehalt des Ganzen“ bescheinigte.

Die hohen spieltechnischen und rhythmischen Anforderungen wurden von den jungen Musikern gut gemeistert, mit durchweg professioneller Intonations-Sauberkeit, das Stehvermögen der Bläser war beeindruckend. Der Dirigier-Lehrer und einstige Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters, Toshiyuki Kamioka, markierte mit gewohnt virtuoser Stabführung jeden Einsatz, animierte raumgreifend zu dynamischer Weite. Ein Dirigier-Hexenmeister mit Sinn für die extrovertierte Show.

Doch die zerklüfteten Ecksätze mit ihren Motivblöcken sind schwierig darzustellen, auch Kamioka gelang keine stimmige, die Brüche verbindende Interpretation. Wohl auch, weil er die Bläser-Lastigkeit der Partitur noch förderte. Hübsch freundlich die beiden „Nachtmusiken“, die mit dem „schattenhaft“ gedachten „Scherzo“ die Symmetrie der Sinfonie herstellen. Inspiriert wohl von der alpenländischen Umgebung seines „Komponierhäuschens“ am Wörthersee, lässt Mahler (Alp)-Hörner, Herdenglocken, Terzen-Seligkeit erklingen.

Richtiges Mahler-Feeling wollte sich aber nicht einstellen. Die Aufführung zeigte jedoch, dass auch Studierende eine so schwierige Partitur technisch meistern können.