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Sommersemester mit Präsenzunterricht: Corona-Regeln für Studenten im Saarland

Hochschule und Corona : Sommersemester mit Präsenzunterricht – welche Corona-Regeln für Studenten jetzt gelten

Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters starten auch an den Hochschulen des Saarlandes größtenteils in Präsenz. Aus der Maskenpflicht wird eine Maskenempfehlung. Was aber Studierende bei Präsenzveranstaltungen auf dem Campus Homburg beachten müssen und was in Laboren noch gilt.

Mit den zahlreichen Lockerungen der Corona-Bestimmungen verspricht auch das Sommersemester für Studierende der Hochschulen im Saarland wieder mehr Normalität. So starten auch die Universität des Saarlandes und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) mit Präsenzbetrieb in das nahende Sommersemester, dessen Lehrveranstaltungen am 11. April beginnen.

So läuft das Sommersemester 2022 an der Universität des Saarlandes

Die Saar-Uni hat mitgeteilt, dass die Lehrveranstaltungen im Sommersemester in Präsenz mit digitalen Elementen stattfinden. Wo immer möglich, sollen statt reiner Präsenz hybride Formate angeboten werden. Die Einhaltung von Abstands-, Hygiene- und Masken-Regelung ist „weiterhin dringend empfohlen“ – gerade innerhalb der Gebäude. Die Maskenempfehlung wurde für den Bewegungsverkehr und am Sitzplatz, wenn der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, ausgesprochen.

Die Einhaltung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht gilt allerdings an universitären Einrichtungen, die dem Infektionsschutzgesetz unterliegen, weiter. So müssen beispielsweise Universitätsmitglieder in Homburg, aber auch die Hochschulambulanzen auf dem Campus Saarbrücken, einen Impf- oder Genesenennachweis besitzen. Also sind bei Präsenzveranstaltungen auf dem Campus Homburg weiter die Testpflicht in Gesundheitseinrichtungen sowie der 2G-Nachweis zu beachten. Ganz generell können Forschungs- und Praktikumslaboratorien im Normalbetrieb besetzt werden. Auch hier wird die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregelungen dringend empfohlen, ebenso der medizinische Mund- und Nasenschutz im Begegnungsverkehr und bei weniger als 1,50 Meter Abstand.

Auch wenn die QR-Code-Aufkleber der Staysio App vorläufig noch auf den Tischen sind: Weil der Saarländische Landtag die Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung aufgehoben hat, ist die rechtliche Grundlage für Erfassung und Speicherung personenbezogener Kontaktdaten entfallen, weshalb die Check-In Funktion der App vorläufig abgeschaltet ist. An der Universität ist damit, bis auf Weiteres, auch die Vorgabe, sich in Seminarräumen und Hörsälen zu registrieren, entfallen.

Für eine Übergangszeit wird die Universität bis Ende April eine Testung pro Woche für Mitarbeitende aufrechterhalten, auch das Bürgertestzentrum bleibt vorerst erhalten. Allerdings sollen Infektionsfälle auch weiterhin gemeldet werden (per Mail an coronafall@uni-saarland.de), aber ohne Angabe von Kontakten. Präsidium und Krisenstab, so teilt die Saar-Uni weiter mit, beobachten das Infektionsgeschehen und könnten auf strengere Regelungen ausweichen, falls sich die Infektionslage ausweiten sollte und das Saarland zum Hotspot erklärt würde.

So läuft das Sommersemester 2022 an der HTW Saar

An der HTW Saar finden Vorlesungen, Seminare und Übungen ganz oder größtenteils in Präsenz statt. Ausnahmen sind ergänzende Online-Angebote, wenige Online-Lehrveranstaltungen gebe es etwa an den Fakultäten für Architektur und Bauingenieurwesen sowie für Ingenieurwissenschaften: „Wir starten im Prinzip in Voll-Präsenz, und das wird auch Zeit. Hochschulen sind nicht nur Orte der Bildung, sondern auch der Begegnung und des Austauschs“, erklärt Sprecherin Katja Jung. Auch an der HTW wird die Maskenpflicht zur Maskenempfehlung, vor allem in Gebäuden. „Wir sind froh über jede und jeden, die Masken tragen“, sagt Jung.

Laut aktuellem Pandemieplan der Hochschule gibt es bezüglich Hochschulsport, Chorproben und Mensen keine coronaspezifische Einschränkungen mehr. Des Weiteren entfallen die 3G-Regel und Zugangskontrollen wie auch die Kontaktnachverfolgung. Die Testzentren auf dem Campus Alt-Saarbrücken und Rotenbühl bleiben nach Angaben der HTW nach derzeitigem Stand weiterhin geöffnet.

„Studieren im Wintersemester 2021”: Was bei der Blitz-Umfrage der HTW herauskam

Bei einer Blitz-Umfrage zum Thema „Studieren im Wintersemester 2021” vor den Weihnachtsferien hatten im Mitte Dezember, während der vierten Welle der Pandemie, 61 Prozent der Studierenden angegeben, die Lehre im Wintersemester vorwiegend in Präsenz absolvieren zu wollen. 30 Prozent sprachen sich für Hybridveranstaltungen aus und 8,9 Prozent für digitale Veranstaltungen. Studieren in Präsenz war zu jenem Zeitpunkt knapp der Hälfte der Teilnehmenden (48,5 Prozent) wichtig. Das teilt die HTW auf Anfrage mit.

45 Prozent der Teilnehmenden der Blitz-Umfrage wären den Präsenzveranstaltungen zu dieser Zeit lieber ferngeblieben. Von ihnen hatte die große Mehrheit (80 Prozent) Angst, sich selbst zu infizieren, die Hälfte gab an, vulnerable Familienangehörige zu haben, 17 Prozent hatten ungeimpfte Familienangehörige im Umfeld. Ein reichliches Drittel (37 Prozent) wollte die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs vermeiden. Beteiligt an der gut eine Woche laufenden Umfrage hatten sich 2137 Studierende der HTW.