Saarlandmuseum erhält 80 000 Euro für Provenienzforschung

Förderung fürs Saarlandmuseum : Saarlandmuseum erhält 80 000 Euro

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg unterstützt damit die Provenienzforschung.

Im Saarlandmuseum freut man sich über einen erneuten Zuschuss aus Bundesmitteln für die Provenienzforschung: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste unterstützt die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz mit
80 000 Euro. Das Geld werde für das Forschungsprojekt „Provenienzrecherche zu den Beständen der Graphischen Sammlung des Saarlandmuseums“ eingesetzt, teilte dessen stellvertretende Leiterin Kathrin Elvers-Svamberk mit.

Mit dem Geld kann eine wissenschaftliche Fachkraft befristet eingestellt werden, wie bereits im Rahmen des vorangegangenen Forschungsprojekts zum Gemäldebestand der Modernen Galerie (2015 bis 2018). Die mit dem Projekt verbundenen Sachausgaben bis hin zur Vermittlung der Ergebnisse in Sammlungspräsentationen, digitalen und analogen Publikationen sowie museumspädagogischen Formaten trage das Saarlandmuseum.

Vergeben wurden die Mittel über das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg, das in diesem Jahr weitere 25 ausgewählte Institutionen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro unterstützt. 2019 flossen insgesamt vier Millionen Euro in die Suche nach NS-Raubkunst, heißt es in einer Pressemitteilung.

Seit 2008 fördern Bund und Länder Projekte zur Provenienzforschung, bis heute mit insgesamt 31,7 Millionen Euro. Mit dem Geld konnten 331 Projekte realisiert werden. National und international ist das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg der zentrale Ansprechpartner zu allen Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturgutes im 19. und 20. Jahrhundert, das sich heute in Sammlungen kulturgutbewahrender Einrichtungen befindet. Das Zentrum dokumentiert Kulturgutverluste auch in seiner öffentlich zugänglichen Datenbank „Lost Art“ als Such- und Fundmeldungen.

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