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Saarländische Veranstalter demonstrieren gegen Coronamaßnahmen der Regierung

Aus Angst vor Insolvenz : Demo gegen kulturellen Shut-Down

Mehr als 60 Unternehmen der Veranstaltungsbranche, Künstler und der Poprat Saarland haben für Montagabend um 19 Uhr zu einer Demonstration auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken aufgerufen.

Nach Angaben der Polizei sind rund 350 Menschen dort gewesen. Anlass waren die von der Bundes- sowie Landesregierung getroffen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Diese hätten massive finanzielle Verluste in der gesamten Branche nach sich gezogen, vielen saarländischen Veranstaltern drohe das Aus. Der Vorsitzende des Poprates, Peter Meyer (SR), sagte, dass es „ohne die systemrelevante Arbeit der gesamten Veranstaltungswirtschaft keine werterelevante Arbeit der Kunst- und Kulturschaffenden geben“ könne. Die Demonstranten forderten eine „umgehende finanzielle Hilfe in angemessener Form“ für Spielstätten und Veranstalter. „Es ist gut, dass es inzwischen Hilfen für Künstler gibt. Aber nur Künstler allein retten reicht nicht“, sagte Meyer. Kulturstaatssekretär Jan Benedyczuk (SPD) war am Montag  vorm Staatstheater und hörte sich die Kritik an. „Das ist ein Signal an uns für einen Einstieg in einen konstruktiven Dialog mit der Politik“, sagte Detlef Malinkewitz, Sprecher des Verbands saarländischer Veranstalter.