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Saarländer melden dem Nabu meistens Spatzen, während Meisen weniger gesichtet werden

Saar-Ergebnisse der Wintervogelzählung : Die Wacholderdrossel legt im Saarland um 910 Prozent zu

Die Wacholderdrossel ist der große Gewinner bei der „Stunde der Wintervögel“, der großen Vogelzählung, zu der der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auch die Saarländer aufgerufen hatte. Mit einem Sichtungsplus von 910 Prozent gegenüber dem Vorjahreswinter ist die Wacholderdrossel klar vorn.

Doch dabei ist diese ein sehr seltender Vogel: Denn nur 165 Exemplare sahen die fleißigen Vogelbeobachter am Wochenende vor einer Woche, das sind 0,11 Drosseln pro Garten, in dem gezählt worden ist.

Im Saarland wurden nach Nabu-Angaben in 1527 Gärten 53 847 Vögel von 2083 Vogelfreunden gezählt. Damit gab es einen starken Zuwachs an Vogelbeobachtern, möglicherweise auch dank des Corona-Lockdowns, wodurch mehr Menschen Zeit fanden, sich auf das Leben im eigenen Garten zu konzentrieren. So machten 2020 noch Beobachter ihre Erkenntnisse aus 1211 Gärten publik (21 Prozent weniger), in denen 50 838 Vögel (sechs Prozent weniger) gezählt wurden. 1712 Vogelfreunde (18 Prozent weniger als in diesem Winter) beteiligten sich.

Der gemeine Haussperling, der sich im Winter drollig-aufgeplustert gegen die Kälte zeigt, wurde am meisten gesichtet. 8534 der geselligen Vögel finden sich in der Statistik, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind 5,59 Spatzen pro Garten. Dagegen ging die Anzahl der Sichtungen von Kohlmeisen drastisch zurück: Minus 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 6455 oder 4,23 Vögel pro Garten. Ebenso ihr Verwandter, die Blaumeise, die 36 Prozent auf 4742 Meldungen verlor. Auf Platz sechs der Rangliste stieg die Rabenkrähe mit einem Plus von 21 Prozent und 3596 Sichtungen.