Kinos und Corona „Masken könnten wir auch ausgeben“

Saarbrücken · Seit Mitte März sind die Kinos wegen der Corona-Pandemie geschlossen – in Saarbrücken sind auch das UT-Kino und das Passage-Kino betroffen. Was bedeutet das für diese Filmtheater? Wir haben Saarfilm-Geschäftsführerin Andrea Lauer gefragt.

 Andrea Lauer, Geschäftsführerin der Saarfilm Theaterbetriebe GmbH, im Saal 1 des Passage-Kinos.

Andrea Lauer, Geschäftsführerin der Saarfilm Theaterbetriebe GmbH, im Saal 1 des Passage-Kinos.

Foto: Iris Maria Maurer

Schmerzhaft „wie ein Schlag ins Gesicht“ sei es gewesen, sagt Andrea Lauer, „wie ein Abschied“, aber seitens der Politik „natürlich die richtige Entscheidung“: Am 16. März, abends nach der letzten Vorstellung, schloss die Geschäftsführerin der alteingesessenen und familiengeführten Saarfilm Theaterbetriebe die beiden Filmtheater UT und Passage-Kino. Die Wiederöffnung ist ungewiss, die Lage schwierig, die Umsätze aus Kinotickets und Thekenverkauf „auf null gegangen“, wie Lauer sagt. 32 Menschen arbeiten für die beiden Kinos mit sechs Leinwänden und können jetzt nichts tun. „Für die Festangestellten habe ich Kurzarbeitergeld beantragt und auch bekommen“, sagt Lauer, aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis, meist Studierende, haben darauf keinen Anspruch, „die bekommen leider nichts, was mir für sie schrecklich leid tut“.