Mozarts Harem hinter dem Eisernen Vorhang So war die Premiere von „Die Entführung aus dem Serail“ am Saarländischen Staatstheater

Sarbrücken · Opernpremiere im Saarländischen Staatstheater: Regisseur Tomo Sugao macht „Die Entführung aus dem Serail“ mitunter zu einer bunten Revue und siedelt Mozarts Harem in einer anonymen Großstadt an. Ein gelungenes Konzept?

 Tapani Plathan als Osmin. Hinter ihm: der Opernchor des Saarländischen Staatstheaters und Statisterie.

Tapani Plathan als Osmin. Hinter ihm: der Opernchor des Saarländischen Staatstheaters und Statisterie.

Foto: Martin Kaufhold

Es ist üblich geworden an den Opernhäusern, dass die Regie den Werken der Komponisten ein anderes Gewand, ja gar einen anderen Inhalt überstülpt. Denn schließlich, so Friedrich Schiller, ist Theater „eine moralische Anstalt“, die erziehen soll zu gerechter Ordnung, der die Würde des Menschen am Herzen liegen soll. Und das geschieht am besten, wenn Text und Handlung aktualisiert und auf unsere Zeit zugeschnitten werden. Ob solche Versuche, sei es etwa in Köln, Bonn oder Wien mit Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ gelungen sind, sei dahingestellt.