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Saar-Festival Resonanzen wechselt teilweise Spitze aus

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommentar : Wechsel kommt noch rechtzeitig

Das junge Saar-Festival steht noch Monate vor der Premiere – und schon wechselt die Leitung? Klingt bedenklich.

Man sollte es aber im richtigen Licht sehen. Zieht sich Nicole Johänntgen doch vor allem als Co-Chefin zurück, weil sie schwanger ist. Und das Rest-Duo, Sebastian Studnitzky und Julien Quentin, stockt mit Inéz Schäfer fix wieder zum Trio auf. Macht nun in Summe: einen Top-Jazzer, einen Klassik-Könner und eine Musikerin, die für Avantgarde-Pop steht.

Höchste Zeit aber, dass mit Schäfer die Ideen-Fabrik an der Festivalspitze in Schwung kommt. Bislang nämlich war von einem Festival, das noch komplett unbekannt ist, ergo ständig „Schaut her!“ schreien müsste, wenig zu hören außer Vorveranstaltungen, bei denen Johänntgen vor allem selbst auftrat. Und was zum Teil den Charme von Kindergeburtstags-Animation hatte. Studnitzky, Quentin und Schäfer müssen nun kräftig Gas geben, damit „Resonanzen“ nicht wie zuvor „Colors of Pop“ als Eintagsfliege endet. Und es sich auszahlt, dass der frühere SPD-Kulturminister Ulrich Commerçon unbedingt ein neues Festival wollte.