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Robert Fockens Saga: "Arnulf - Kampf um bayern"

Literatur : Ein Hesse kämpft für Karl den Großen in Bayern

Dritter Teil der spannenden Arnulf-Saga von Robert Focken

Mit den Frauen kommt die Leichtigkeit beim Lesen. Im ersten Band seiner Arnulf-Saga („Arnulf – Die Axt der Hessen“) lässt Autor Robert Focken ihnen noch wenig Wort-Platz (den brauchen die Schlachten). Zeilen-Gewicht erobern sie im zweiten Band („Arnulf – Das Schwert der Sachsen“) nach und nach. Und im dritten, jetzt erschienenen Band („Arnulf – Kampf um Bayern“) dann ganz gewaltig.

Arnulf ist Fockens Frühmittelalter-Romanheld zur Zeit und in Diensten von Karl dem Großen. Wir tauchen ein ins achte Jahrhundert. Voll Frömmigkeit und voll Aberglauben. Franken-König Karl zieht gegen die Sachsen, die Langobarden und schließlich gegen Bayern. Arnulf, ein Mittelloser aus dem Hessengau, wird Krieger im königlichen Heerbann. Für Karl erntet er Kriegsruhm. Im Kampf um Bayern wird Arnulf von seinem König mit wenigen Gefährten auf ein Himmelfahrtskommando geschickt. Königliche Hintergedanken erkennt er spät.

Er wolle Lesern Spaß an der eigenen Geschichte vermitteln, sagt Focken (Jahrgang 1963). Journalist, Historiker und Weitgereister, der sein Geld in der Finanzwirtschaft verdient und mit Detailkenntnis übers Mittelalter schreibt. Und dies  in einer Verbindung aus Fakten und Fiktion. Im Nachwort erklärt Focken, was Fakt ist und was Fiktion. Geschichte(n) will er weiter erzählen „über spannende Kerle (und Kerlinnen) zwischen Weser und Rhein, zwischen Elbe und Donau“. Wie jetzt über Karl, Widukind und Tassilo. Von seinem Erstling zu seinem Drittling wächst Fockens Erzählkraft. Auch dank der Frauen.

Robert Focken: Arnulf – Kampf um Bayern. Verlag Acabus, 14 Euro.