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Perform deine Heimat: Wettbewerb soll Kulturorte im Saarland in Szene setzen

300 000 Euro Förderung für „Perform deine Heimat“ : Neuer Landeswettbewerb für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren können nach der Pandemie zeigen, was sie tänzerisch und musikalisch drauf haben – und im neuen Landeswettbewerb „Perform deine Heimat“ Preise gewinnen. Dabei bekommen die jungen Talente viel professionelle Hilfe. Die Landesregierung sieht im Wettbewerb einen Neustart der kulturellen Bildung und investiert insgesamt 300 000 Euro.

Es kann ein Ort sein, an dem sie sich mit Freunden treffen oder ein Wahrzeichen ihrer Gemeinde: Kinder und Jugendliche, die gerne tanzen oder Musik machen, können bei dem neuen Landeswettbewerb „Perform deine Heimat!“ mitmachen. Es geht darum, einen Kulturort musikalisch oder tänzerisch in Szene zu setzen, und zwar mit Unterstützung von Experten. Am Ende winken stattliche Preise – und ein professioneller Film, der die eigene Performance festhält.

Dabei muss es gar keine Darbietung in der Völklinger Hütte oder in einem Museum sein. „Dieser Kulturort kann ein Platz sein, an dem sie sich treffen, der in ihrer Lebenswelt verankert ist“, sagt Eva Kieser, Projektleiterin der Landesakademie für musisch kulturelle Bildung in Ottweiler. Damit die unabhängige Jury die eingereichten Filme bewerten kann, sollen alle Gruppen dieselben technischen Voraussetzungen haben. „Ein professionelles Filmteam, das im Tanzbereich versiert ist, wird alle Gruppen bei ihrer Performance filmen, damit die Qualität des künstlerischen Beitrags nicht an der Qualität des Filmes festgemacht wird“, sagt Kieser.

Mitmachen können Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren – egal, ob Gruppen aus Schulen, Jugendzentren, Karnevalsvereinen, Tanzschulen, Musikvereinen, Musikschulen oder Studios, wobei auch freiwillige Zusammenschlüsse ihren Beitrag einreichen können. Anna-Maria Lang, Geschäftsführerin der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung, erklärte: „Die Möglichkeit für einen professionellen Film gibt es nicht so häufig.“ Die Filme sollten zwischen dreieinhalb und vier Minuten dauern. Wer dafür noch die richtige musikalische Begleitung braucht, sollte sich bei der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung melden. „Wir können Gruppen vermitteln und in Kontakt bringen“, sagt Kieser.

Bei dem Landeswettbewerb werden pro Runde Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro ausgezahlt. Zuvor gibt es einiges an professioneller Hilfe. Die Projektgruppen werden bei Bedarf durch Tanz- und Instrumentalpädagogen unterstützt, mit 20 Coachingstunden pro Gruppe. Dabei treten auch Tanzpädagogen der LAG Tanz in Aktion, die das Projekt mit unterstützt. Zudem werden Ausgaben für Fahrtkosten, Kostüme und Ähnlichem auf Nachweis bis zu 1500 Euro übernommen. Der Landeswettbewerb, eine Initiative der Staatskanzlei, soll einen umfassenden Neustart der kulturellen Bildung nach der coronabedingten Auszeit einleiten. Die Landesregierung fördert dieses Projekt mit insgesamt 300 000 Euro. „Es soll keine Eintagsfliege sein, wir werden wieder Gelder bereitstellen“, sagte Frank Wagner (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses im Saar-Landtag. Die Corona-Pandemie habe die Notwendigkeit für Breitenkultur gezeigt, weshalb der Wettbewerb Chöre, Musiker und Tänzerinnen fördert, sagte Jutta Schmitt-Lang (CDU), Mitglied im Kulturausschuss im Saar-Landtag.

 Wollen die Breitenkultur mit dem neuen Landeswettbewerb "Perfom deine Heimat" fördern (v.l.): Frank Wagner (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses im Saar-Landtag; Anna-Maria Lang, Geschäftsführerin der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler; Jutta Schmitt-Lang (CDU), Mitglied im Kulturausschuss im Saar-Landtag; Eva Kieser, Projektleiterin der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung; und Daniel Franke, Vorsitzender der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung.
Wollen die Breitenkultur mit dem neuen Landeswettbewerb "Perfom deine Heimat" fördern (v.l.): Frank Wagner (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses im Saar-Landtag; Anna-Maria Lang, Geschäftsführerin der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler; Jutta Schmitt-Lang (CDU), Mitglied im Kulturausschuss im Saar-Landtag; Eva Kieser, Projektleiterin der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung; und Daniel Franke, Vorsitzender der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung. Foto: Jan Bubel

Damit bei dem Wettbewerb viele Kinder und Jugendliche teilnehmen können, wird das Projekt in drei Runden unterteilt, sodass sich der Wettbewerb bis zum Sommer 2023 erstreckt. Nach jeder Runde werden ein erster, zweiter und dritter Platz gekürt, am Ende gibt es eine Abschlussveranstaltung, bei der alle neun Siegerfilme gezeigt werden.

Kieser hofft, dass in den drei Runden insgesamt rund 30 Gruppen mitmachen, und auf einen zukünftigen Effekt: „Ich fände es toll, wenn eine Vernetzung stattfindet und sich Gruppen danach auch noch für andere Projekte zusammentun.“

Die Bewerbung für den neuen Landeswettbewerb ist ab sofort möglich.

Weitere Informationen unter www.performdeineheimat.de