Nina Schopka hat zwischen Schlange und Schlampe alles drauf Warum das Saarbrücker Korso-op-Kollektiv bundesweite Aufmerksamkeit bekommt

Saarbrücken · In „Bang Bang Tender“ des Saarbrücker Korso-op-Kollektivs zieht Nina Schopka alle theatralischen Register. Das wird belohnt.

Nina Schopka in der Korso op-Theaterperformance „Bang Bang Tender", die im November im Saarbrücker Garelly-Haus wiederaufgenommen wird.

Nina Schopka in der Korso op-Theaterperformance „Bang Bang Tender", die im November im Saarbrücker Garelly-Haus wiederaufgenommen wird.

Foto: Nina Schopka/Varvara Kandaurova

Nina Schopka ist eine theatralische Urgewalt, seit über 17 Jahren weiß man das im Saarland: zwischen Schlange und Schlampe hat sie alles drauf, insbesondere überdrehte Charaktere liegen ihr. 2006 brachte Intendantin Dagmar Schlingmann Schopka mit ins Saarland, doch als Schlingmann weiter zog nach Braunschweig und Schopka gerne mitgenommen hätte, entschied sich letztere gegen einen festen Ensemble-Job, blieb im Saarland. Dort gründete sie zusammen mit anderen Bühnenprofis das Theaterkollektiv Korso-op, um „immersiv, selbstbestimmt, interdisziplinär und frei von Hierarchien“ zu arbeiten. Der Name steht für künstlerisch mutige, teilweise abgedrehte, immer aber inspirierende Produktionen, sei es zum Thema Besitz und Geld oder, wie in der jüngsten und bisher schrillsten Theaterperformance „Bang Bang Tender“, um Geschlechter-(Un)Gleichheit. Schopka spielt in dem radikalfeministischen Märchen viele Rollen – virtuos und grandios –, doch insbesondere als abenteuerlich maskiertes Ur-Weib darf sie ihre wohl größte Stärke zeigen, ihr clowneskes Talent.