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Neue Ausstellung des Saarlandmuseums zeichnet "schaurig-schönes" Bild von Tieren.

Saarlandmuseum II : „Das Bild vom Tier“: für große und kleine Kinder

Zeitgleich mit der großen Penone-Schau eröffnet das Saarlandmuseum unter dem Titel „Von schön bis schaurig – das Bild vom Tier“ heute Abend eine kleine, aber feine Ausstellung nicht nur, aber doch vor allem und unbedingt für Kinder.

Kuratorin Mona Stocker hat dazu die Bestände der Graphischen Sammlung des Museums thematisch durchsucht und 76 teils hochklassige Werke ans Licht geholt, die allesamt um Tiere kreisen. Damit die Kinder alles bequem sehen können, wurden alle Exponate 20 Zentimeter tiefer gehängt – damit der Nachwuchs die Fabel- und Wassertiere und vielbeinigen Flugwesen und Würmer auch bequem studieren kann.

Herausgekommen ist eine rundum gelungene, absolut auch für Großgewachsene empfehlenswerte Ausstellung, die vollgespickt ist mit Wiederentdeckungen. Nicht zuletzt regionalen. Alleine schon die abgedrehten Phantasien des Saarbrücker Surrealisten Edgar Jené (1904-1984) oder die bezaubernden Tintentiere des saarländischen Bauhaus-Schülers Leo Grewenig (1898-1991) lohnen den Besuch. Komplettiert wird der graphische Tierreigen durch Arbeiten von Georges Braque, Marc Chagall, Alfred Kubin oder HAP Grieshaber. Rühmenswert ist die mit der Ausstellung einhergehende Großoffensive des Museums in Sachen kindgerechter Kunstvermittlung. Überall gibt es Mitmachstationen (auf deutsch und französisch), die in dem Fall tatsächlich einmal kreativ sind. Auch fehlt es nicht an Sitzkissen, in die sich die Kleinen auch mal hineinfläzen können.

Einmal mehr zeigt sich, welche Schätze die Graphische Sammlung bereithält – seien es nun splendide Blätter des Nachexpressionisten Fritz Winkler (1894-1964) oder die bemerkenswerten Arbeiten von Maria Uhden (1892-1918). Diesmal sind diese Schätze äußerst familientauglich aufbereitet (weiterer Bericht folgt).

Eröffnung heute Abend um 19 Uhr.