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Meinung zu Musikfestspielen Saar: Selbstbewusstsein ist angemessen

Überlebenswillen bewiesen : Selbstbewusstsein ist angemessen

Die Musikfestspiele-Leitung hat sich richtig Mühe gemacht, hat ein eigenes Festival-ähnliches Format mit Programm entwickelt. Das ist aller Ehren und Publicity wert.

Denn diese Initiative hebt sich durchaus von der Online-Standard-Ware ab, die die Kulturszene derzeit im Netz produziert. Also bitte weiter sagen: Zwölf Uhr mittags. Allerdings scheint Skepsis angebracht, ob diese Sendezeit in Lockerungszeiten, in denen immer mehr Menschen in ihre gewohnten Arbeitsstrukturen zurückkehren, massentauglich ist. Egal, wie viele das Angebot zu dieser sehr eigenwilligen Zeit nutzen werden, es erfüllt auf jeden Fall bereits jetzt seinen kulturpolitischen Zweck. Die Festivalleitung signalisiert der Landesregierung unbedingten Überlebenswillen, stellt Fleiß, Esprit und Initiativkraft unter Beweis. Und besonders schön ist zu sehen, dass Leonardy und Behr nicht als Märtyrer der Krise in Erscheinung treten oder als Bettler. Sie machen schlicht PR. Denn jawohl, die Musikfestspiele Saar sind lebensnotwendig für eine gesunde Kultur-Struktur im Land. Ein landespolitischer Rettungsschirm ist kein Almosen, und Selbstbewusstsein mehr als angemessen.