Max Giesinger beim Open-Air in Landsweiler-Reden

Open-Air in Landsweiler-Reden : Auf der Alm, da gibt’s a Max

Das dreitägige Open-Air auf der Alm hat 20 000 Zuschauer gezählt. Der Anfang auf der Bergehalde aber war stürmisch.

Chartstürmer und Sturmwarnungen, Donner und pulsierende Beats. Mit einem Unwetter startete am Freitag das dreitägige Open-Air auf der Bergehalde im Landsweiler-Reden. Das Elektro-Festival „Tropical Mountain“ wurde für zwei Stunden unterbrochen, der Sicherheit wegen. Doch dann konnte doch noch auf der Alm getanzt werden, alle Künstler traten mit verkürztem Programm auf. So heizte Hugel mit dem Sommerhit „Bella Ciao“ gegen die kühlen Temperaturen ein, und Lost Frequencies forderte mit seinem  Hit „Are you with me“ die 5000 Besucher zum Mitmachen auf. Die ließen sich nicht lange bitten.

Das „SR 1 Alm Open Air“ am Samstag wurde zu einem Generationen-übergreifenden Familienfest. Unter den Besuchern war auch Familie Lauer aus Merzig. Während sich die beiden neunjährigen Kinder Sophie und Clara vor allem auf Namika freuten, war für ihre Mama Stefanie Johannes Oerding und Oma Erika Max Giesinger der Top-Act: „Für gute Musik ist man nie zu alt“, scherzte die 71-Jährige.

Eröffnet wurde das siebenstündige Programm von der saarländischen Band Frau Wolf. Die Gewinner des „SR 1 Band Battle“-Wettbewerbs entführten die Zuschauer mit einem ihrer Songs ans Meer. Wasser von oben blieb aber aus, das Wetter hielt.

„Tolle Location, die Aussicht ist unfassbar“, lobte Namika das Festivalgelände. Und das saarländische Publikum sei sehr freundlich und gesellig. Während unter den Besuchern auch einige aus Frankreich anwesend waren, verriet die Sängerin, dass sie – getreu ihrem Hit „Je ne parle pas français“ – mit der Sprache ihre Probleme hat. „Ich würde zwar ein bisschen was verstehen, aber das Antworten würden mir schwer fallen.“ Zum Abschluss ihres Auftritts sang  sie neben diesem Ohrwurm auch ihre Chart-Erfolge „Lieblingsmensch“ und „Alles was zählt“.

Johannes Oerding, oft mit melancholischeren Songs wie „Kreise“ und „Alles brennt“ erfolgreich,  zeigte auf der Alm auch andere Seiten. Mal rockte er kräftig los, mal stimmte er den Reggae-Klassiker „Could you be loved“ an.

Ganz nah wollten viele Kinder Max Giesinger sein. Sie harrten über Stunden in der ersten Reihe vor der Bühne aus. Dass sie ihrem Idol aber sogar die Hand schütteln konnten, hätten sie wohl nicht gedacht. Zu seinen Hits wie „Legenden“ und „Roulette“ klettertee der Chartstürmer zum Schrecken der Security über die Absperrung, nahm ein Bad in der Menge und bot dem Publikum das Du an: „Ich bin der Max“. Zudem testete er im Saarland erstmals seinen neuen Schnauzbart, auf Mallorca sei die Idee entstanden.

Am Sonntag wurde die Bergehalde bei „La Fiesta“ zum Ballermann im Saarland. Mit ihrem Hit „Das geht ab – wir feiern die ganze Nacht“ lieferten „Die Atzen“ den Soundtrack zu der feucht-fröhlichen Fete. Der Alkohol floss in Strömen. Weil Willi Herren seinen Auftritt laut Veranstalter aufgrund eines TV-Termins absagen musste, sprang Olaf Henning ein und verbreite mit seinem Klassiker „Cowboy & Indianer“ Stimmung. Auch Acts wie Mickie Krause, Markus Becker und Mia Julia sorgten für Party.

Mit insgesamt 20 000 Besuchern habe man das Ziel erreicht, freute sich Guido Geiger vom Veranstalterteam. Aus Sicht der Sicherheitskräfte sei das  Wochenende  ruhig verlaufen, sagten die Veranstalter. Die Zahl der „Schnapsleichen“ habe sich am Sonntag im üblichen Rahmen bewegt. An Pfingsten 2020 sollen die drei Open-Airs erneut steigen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

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