Mondlandung: Künstlers Mondfahrt

Mondlandung : Künstlers Mondfahrt

Lange bevor Neil Armstrong am 20. Juli 1969 seinen Fuß auf den Mond setzte, waren Dichter, Musiker und Filmemacher schon da. Mal verliebt in Frau Luna, mal landeten sie auf der dunklen Seite des Erdtrabanten.

Sonne, Mond und Sterne sahen unsere Ahnen ja schon gerne: Zum Beweis dafür funkelt uns, seit Raubgräber vor 20 Jahren bei Nebra in der Wiese buddelten, eine wunderbare Himmelsscheibe entgegen. Was genau das jetzt ist, ein High-Tech-Kalender der Bronzezeit oder ein faszinierend frühes Weltraumbild – wir dürfen noch rätseln.

Geradezu „Mondsüchtig“, wie anno 1987 die angeblich noch völlig ungeliftete Cher für Hollywood, schaute der Mensch wohl immer schon in den Nachthimmel auf. So wie Caspar David Friedrich Zwei Männer in Betrachtung des Mondes„Zwei Männer , die den Mond anschauen“. Was sie dort sehen? Sich selbst Der Romantiske rn romantischer nachtstimmung. Als Sonne der Somnabulen muss er magische Kräfte haben. Man kann sich schauend in ihm verlieren. Sein geliehenes Licht blendet eben nicht wie das der Sonne. Schopenhauer wusste das selbstredend klüger zu sagen: „Endlich wird der Eindruck des Erhabenen auch dadurch befördert, dass der Mond leuchtet, ohne zu wärmen, worin gewiss der Grund liegt, dass man ihn keusch genannt hat.“ Keusch? Na ja, das sagt halt ein Philosoph, der lieber mit seinem Pudel spazieren ging als mit Damen zu pussieren. Und überhaupt ist der Mond, dort wo einst Greman hausten, mönnlic. Ei Kerl Wie der Mann im Mond. Für Iatliener und Spanier rundet sich der Himmelskörper rundet sich Monat für Monat verlockend weiblich zur großen Verfüherein iatlen gorßkünstler und Duce-Freiud den

Abnehmender Halbmond

Gabriele d'annunzio

Wie auch immer: Als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 seine kleinen großen Menschheitsschritt auf den Erdtrabanten macht, waren Dichter und Denker, Musiker und Maler, Filmemacher längst da. Ganz vornewge Hieronym in allen Gassen, ganz vorneweg Baron Münchhausen, erzählt und dutzendfach verfilmt, Hans Albers, Nix garue Staub- und Steinwüsteste, wie die Amerikaner (manche Zauderer sehen ja in den Bidlern der Apllo-miiison das fiktionalste alle Mondmärchenm eine übsch bunten der Mond eine lieblich blühende Landschaft. udn körperlosen Wesen. Auch Operettenkompinist Paul Licke stattete „Frau Luna“ einen vergnüglcihen Besuch ann Lincke Operette eregnüglcib auf dem Erdtrabenten zu. Ein rejhcter Lunapark. Wie folegerichtig denn auch ein groiße Vregnügeunspark icherünstelr pscusces vermium ma, dieriame renti prisuliciam P. Ratil vitant.

Womit sich gleich die Frage stellt, wie eigentlich dorthin kommen., Jules Vernes, dieser wunderaber wissenschaftsfanstas, empfal den Kanaonschuss. Münchhausen per Ballon. t Filmpionier Melies 1902 „reiszu knd“ immer noch unnerciht ins Bidl bei dem der Schus dem mann im Mond ins Auge geht. Autscjh!

Gut 70 Jahre später fleigt man in der bristichen Fernsehserei Mondbais Alpha eisn ehcter zum Moind, auch we n die erausmnchiuffe so aussehn als höätet si kjamd mit dme Revellbauskaten zusammengeleimt. Das Leben da oben; es sin dei slebsen Kobflikjet wie auf der erde auch. Trotzdem sethtr der Modn immer fpür die Fölcuht, die Sehsnuchgt dem normalen Lebn zu entkommen, das ganez Scien Fichtion mit den SAplo.-Miiis richt los, Speilkzeug , deisgn alles tanezt im Weltarumfeieb, Inne einrichtkgn bei Herr und Ffauz Mpüel sah im quietsgekb Kusnt wie Inne ein modnsttao aus. Die Monträume an den aseptisch Oberflächen nicjt merh haftren. Aplo 11 entzauebert den Mond auch. Der große kalte Strein im All taugt nicht als Sehnsuchgtsort. Ein Glückj,d ass Audrey hebburn shcon ahct jare vor der Modnlandung „monnriber“ träumte, zart, zerbercjhlcib shcön - veileichgt Henry Mancinis genailste Meldoiue zu, dass ds Früjstücj bei Tiffamny§ unvergeslich machte. Sinatar sang 1964 „fly me toi teh maoon“ und wolte zwischen den Strenen spielen. Pink Föoyd wollet 1973 mit dme bis huet unter den top drei der erfdölogericgtsen Pop-SAlben auf die dinkel WSeiet des ondes mit Vielleicht Aiuch David Bowie schoss sich dorgenbefeuert isn All, schlcuket seine Pille setz den Hlem auf. Angeblich nabe der Stamöex kunbrich „2001 Odysse im Weltraum Bowei brauchte wie Elton Johsn Rocket Man kein konketers Ziel merh im sall, der Modn hatte als Sehnsuchtsziel der Künstler wohl endgültigausgdient . Houston wir haben ein Problem.

Autsch! Szene aus Georges Méliès’ Urahn aller Science-Fiction-Filme „Die Reise zum Mond“ von 1902. Méliès nutzte dafür Romane von Jules Verne und H.G. Wells. Foto: picture alliance / PictureLux/Th/dpa Picture-Alliance / The Legacy Collection

Oliver Schwambach

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