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Jazzer Daniel Weber legt famoses Album „Dramatis Personae“ vor

Album „Dramatis Personae“ von Daniel Weber : Der sensible Klangforscher

Der Saarbrücker Jazzschlagzeuger Daniel „D-Flat“ Weber legt ein famoses Album vor.

„Dramatis Personae“ bezeichnet die Figuren eines Bühnenstücks – unter dieser Überschrift vereint der in Saarbrücken lebende Jazzschlagzeuger Daniel „D-Flat“ Weber auf seiner Debüt-Solo-CD neun improvisiert wirkende Kompositionen aus eigener Feder. Sie tragen Titel wie „Moondog“, „Nancy Pears“, „Antigone“, „Creon“ oder „Gaslight“.

Auch ohne programmatische Klammer würde dem aufmerksamen Hörer kaum verborgen bleiben, dass hier einer meilenweit entfernt vom Crash-Boom-Bang eines üblichen Trommelsolos agiert. Weber erspielt vielmehr Charakterstücke, jedes von ganz eigener Stimmung und Dramaturgie. Dabei imponieren zunächst die dynamischen und klanglichen Kontraste und die Vielfalt der Timbres, die über die angestammten Drumset-Farben hinausreichen – vom düsteren Grollen eines stattlichen Gongs bis hin zu schrillen Bohrer-ähnlichen Geräuschen.

Ob Weber nun seine Bronzebecken streichelt (sie stammen aus der Manufaktur des Saarbrücker Drummerkollegen und Beckenschmieds Marius Buck), oder ob er das Trommelset durchaus auch mal nahezu traditionell bearbeitet: Hier setzt ein empfindsamer Klangforscher sein perkussives Instrumentarium ausgesprochen musikalisch und künstlerisch anspruchsvoll in Szene.

Daniel Weber: Dramatis Personae (Erschienen bei JazzHausMusik).
Kontakt: www.dflatful.com