In Neunkirchen entsteht Riesen-Denkmal für Hüttenarbeiter

Graffiti-Kunst : Diese Tatkraft sollte anstecken

Für Ästhetik gibt es kein Gesetzbuch, deshalb macht es wenig Sinn, Kunst basisdemokratisch zur Abstimmung zu stellen.  In Völklingen ist die Stadtverwaltung diesen Weg gegangen – und schaute in die Röhre.

Derweil sichert sich Neunkirchen ein Aufsehen erregendes Hüttenarbeiter-Fassaden-Werk. Dies nicht nur wegen der Geistesgegenwart einer Edda Petri, sondern weil Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) seit je der Maxime folgt:  Wo ein politischer Wille ist, ist auch ein Weg. Das hätte auch für Völklingen gelten können, selbst nach der Schlappe. Niemand hat es Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) verboten, weiter für Beikirch zu kämpfen und nach Alternativ-Standorten zu suchen. Kann ja noch kommen. Denn womöglich ist die Neunkircher Tatkraft ansteckend.  Warum nicht ein landesweites Memorial angehen, einen Arbeiter-Rundweg, der in all jene Kommunen führt, die in besonderem Maß für das Industriezeitalter-Erbe stehen? Motto: Ein Land verbeugt sich vor einer Generation. Das wäre emotional erlebbare Industriekultur.

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