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Eröffnung der luxemburgischen Nationalbibliothek verschiebt sich auf Herbst

Luxemburger Nationalbibliothek : Geduldsübung: Luxemburgs Nationalbibliothek

(cis) 16 Jahre, nachdem der Architektenwettbewerb für den Neubau Bibliothèque nationale de Luxembourg (BnL) entschieden worden ist, soll die neue Nationalbibliothek des Großherzogtums nun endlich und definitiv Ende September auf dem Plateau Kirchberg ihren Betrieb aufnehmen.

Die Eröffnung war ursprünglich bereits für Herbst 2018 avisiert, musste jedoch immer wieder verschoben werden. Seit April läuft nun die Bestückung der für 11,2 Millionen Euro neu errichteten, fünfgeschossigen Zentralbibliothek, die künftig die bislang auf sieben Standorte verteilten Bestände im Neubau an der Avenue John F. Kennedy, nur knapp einen Kilometer von der Philharmonie entfernt, bündeln wird. Der Jahresetat der Nationalbibliothek, deren Gesamtnutzfläche sich auf 24 000 Quadratmeter beläuft, soll bei 12,66 Millionen Euro liegen.

1,8 Millionen Medien, von denen 300 000 die künftige Präsenzbibliothek bilden sollen, werden bis Ende August in den von dem Münsteraner Architekturbüro Bolles + Wilson konzipierten, etwas klobig wirkenden BnL-Neubau in Sandsteinrottönen verfrachtet und dort einsortiert werden. Dazu gehören auch die alleine bereits knapp 50 Prozent des künftigen Medienangebots ausmachenden Bestände des seit 1973 als Hauptsitz der Nationalbibliothek firmierenden „Ale Kolléisch“ am Boulevard Roosevelt.

Bis 2023 soll das alte Jesuitenkolleg nach den Plänen von Premierminister Xavier Bettel, der auch nach seiner Wiederwahl zugleich in Personalunion weiterhin Kulturminister ist, zur neuen „Galerie nationale d’art luxembourgeois“ umgebaut werden. Bettel hatte dies im Juni 2018 überraschend angekündigt. Seither ist von dieser Umwidmung der alten Nationalbibliothek zu einer neuen Nationalgalerie allerdings nichts mehr zu hören gewesen.