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DRP spielt auf dem Saarbrücker Halberg

Konzert der DRP : DRP spielt hörenswerte Raritäten aus Beethovens Welt

Unter dem Motto „Beethovens Welt“ kredenzte die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (DRP) unter der Ägide von Dirigentkoriphäe Reinhard Goebel zwei Konzerte.

Der große Sendesaal des Saarländischen Rundfunks war jeweils ausverkauft. Reinhard Goebels aktuelle CD-Reihe „Beethovens Welt“ erhält weltweit anerkennende Kritiken. Das Augenmerk der gefeierten Reihe liegt auf weniger bekannten Kompositionen Ludwig van Beethovens sowie dessen Zeitgenossen. Goebel, der andernorts bereits als „Erleuchtung in einem Meer aus Mittelmäßigkeit“ tituliert wurde, brachte nun auch mit der DRP und hörenswerten Raritäten Licht ins Dunkel.

Mit Pauken und Trompeten begannen Goebel und die Musiker den Konzertabend: Die „Ouverture Royale D-Dur“ des italienischen Komponisten Nicola Porpora eröffnete fanfarenartig den Reigen der vier Kompositionen, die allesamt dem 18. und frühen 19. Jahrhundert entstammen.

Auf die kurze und kurzweilige Eröffnung folgte mit Mozarts „Sinfonie A-Dur KV 201“ ein bekanntes Werk aus der damaligen Zeit, kennzeichnet die Sinfonie doch einen Wende- und ersten Höhepunkt in Mozarts Schaffen.

Im Anschluss sorgten die drei Sätze des „Concertino für zwei Violoncelli und Orchester op. 72“ zwar für weniger Dramatik, waren jedoch der unterhaltsame Höhepunkt des Konzertabends – unterstützt durch die beiden preisdekorierten Cellisten der Berliner Philharmoniker, Bruno Delepelaire und Stephan Koncz. Beeindruckend, was die beiden Musiker ganz ohne Noten in dem 15-minütigen Ritt dem Publikum boten –  mal unisono, mal sich die Bälle gegenseitig zuspielend.

Die „Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 33“ von Anton Eberls beschloss mit ihren sich immer wieder in der Magengegend bemerkbar machenden, tiefen Kontrabasslinien die Zeitreise. Immer wieder durften sich die Bläser in den Vordergrund spielen und schlossen so den Kreis zum Beginn des vortrefflichen Abends.