Viel Jubel bei Theaterpremiere „Die ganzen Wahrheiten“ in Saarbrücken: „Das ist das Leben!“

Saarbrücken · Am Samstag hatte das Stück „Die ganzen Wahrheiten“ Premiere bei der Schauspielschule „acting and arts“ in Saarbrücken. Nebenbei erzählte die Regisseurin Petra Lamy, wie es ist, während Corona eine Schauspielschule zu leiten.

 Eine Szene aus „Die ganzen Wahrheiten“, von links nach rechts: Valentina Knauber, Silke Jarmut und Manuel Franz.

Eine Szene aus „Die ganzen Wahrheiten“, von links nach rechts: Valentina Knauber, Silke Jarmut und Manuel Franz.

Foto: Jean M. Laffitau

Am Ende spendet das Publikum stehend Beifall. Denn der Company der privaten Schauspielschule „acting and arts“ ist mal wieder eine feine Eigenproduktion gelungen. Obwohl Petra Lamy, Schulleiterin, Dozentin, Regisseurin, Bühnenbildnerin, Technikerin und Mädchen für Weiß-Gott-was-sonst-noch-alles, nach zwei Jahren Pandemie manchmal sehr müde ist. „Wir sind erschöpft von diesem permanenten Reagieren“, seufzt Lamy. Ausgelaugt davon, auf immer neue Rechtsverordnungen hin Pläne zu schmieden, die nach zwei Wochen schon wieder hinfällig sind. Lamy ist außerdem besorgt, weil sie gesellschaftlich einen „inneren Rückzug“ beobachtet, der vor ihrer Schule nicht halt macht – schwierig, weil man sich doch dort im Unterricht vielmehr öffnen soll. „Viele zweifeln an sich, alle scheinen überfordert zu sein“, beobachtet Lamy, „die Leute sind extrem vorsichtig geworden.“