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Auch Museen müssen schließen im Saarland

„Brücke“-Ausstellung und „Mon Trésor“ : Auch Museen müssen schließen

„Brücke“-Ausstellung in der Saarbrücker Modernen Galerie und „Mon Trésor“ im Völklinger Weltkulturerbe können nicht öffnen.

Mit den neuen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssen auch die Museen in Deutschland schließen. Darauf verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Kulturminister der Länder am Donnerstag in einer Konferenzschaltung. Zunächst war die Situation für Museen unklar, weil sie in der Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten nicht ausdrücklich erwähnt sind. Danach müssen Kultureinrichtungen wie Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie Kinos im November für einen Monat zubleiben. Der Probebetrieb darf weitergehen, legten die Kulturminister nun fest. Damit soll ermöglicht werden, dass der Spielbetrieb im Dezember auch wieder aufgenommen werden kann.

Im Saarland hatte die Stiftung Kulturbesitz gestern bereits Vorkehrungen für eine Schließung getroffen. Die für 13. November geplante Öffnung der wichtigsten Ausstellung des Jahres „Die Brücke“ im Atelier“ in der Modernen Galerie für Publikum kann zwar nicht erfolgen, jedoch laufen die Vorbereitungen und die Hängung weiter, damit das Projekt sofort nach dem Lockdown geöffnet werden kann. Dies hatte die Vorstandschefin der Stiftung, Andrea Jahn, der SZ gesagt. Sie hofft auf eine Differenzierung der Maßnahmen zu Gunsten der Museen in 14 Tagen, wenn Bund und Länder noch einmal über den Erfolg der jetzt getroffenen Maßnahmen nachdenken und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen.

Auch im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist dessen wichtigste Ausstellungs-Projekt des Jahres vom Lockdown betroffen: Am 7. November war die Eröffnung von „Mon Trésor. Europas Schatz im Saarland“ vorgesehen. Nun müsse man leider die „Ausstellung einfrieren“, sagte Welterbe-Chef Ralf Beil. Doch sobald der Lockdown überstanden sei, wolle man schnellstmöglich eröffnen. Dies sollte auch sehr rasch, innerhalb weniger Tage, machbar sein, verspricht Beil: „Die Ausstellung steht ja“. Mit etwas Glück strahlen die Schätze der Region dann im Dezember.