Antritts-Vorlesung von Philipp Löhle Von der Fantasievorlage zum Bühnenstück

Saarbrücken · So war der erste Vortrag des Dramatikers Philipp Löhle, Preisträger der Saarbrücker Poetik-Dozentur, in der proppenvollen Stadtgalerie.

 Der Dramatiker und Regisseur Philipp Löhle hielt in der überfüllten Stadtgalerie vor vor allem studentischem Publikum seine Antritts-Vorlesung.

Der Dramatiker und Regisseur Philipp Löhle hielt in der überfüllten Stadtgalerie vor vor allem studentischem Publikum seine Antritts-Vorlesung.

Foto: Kerstin Krämer/KERSTIN KRAEMER

Wenn ein Dramatiker über Theatertheorie reden soll, was er eigentlich nicht möchte, weil er ja sonst gleich Theatertheoretiker hätte werden können – und wenn er nun doch darüber referieren muss, weil er vorschnell zugesagt hat und erst hinterher an seiner Eignung und seinem Sendungsbedürfnis zweifelt: Was macht er dann? Er wahrt die Form. Und so kam’s, dass Philipp Löhle, mit der zehnten Saarbrücker Poetik-Dozentur für Dramatik ausgezeichnet, sich für seine Antrittslesung am Montag kurzerhand in einen Bühnen-Monolog für einen Autor flüchtete. Nicht ohne zugleich zu hinterfragen, ob ihn dies nun automatisch auch zum Schauspieler mache oder eher zur Fiktion eines Schauspielers, der einen Dramatiker namens Philipp Löhle spielt.