1. Saarland

Saar-Innenminister Bouillon sieht noch "Baustellen" bei der Alarmierung der online-Warnsysteme

Warntag im Saarland zeigt Defizite auf : Viele Fehler bei Apps und Sirenen beim „Warntag“ im Saarland

Als am bundesweiten „Warntag“ am Donnerstag im Saarland die Sirenen heulen und die Warn-Apps die Bürger informieren sollten, zeigte sich: Viele der digitalen und analogen Warn-Systeme im Saarland sind im Ernstfall, etwa bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder einem Super-GAU im Atomkraftwerk Cattenom, nicht einsatzbereit.

Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sagte der SZ, es gebe bundesweit noch Baustellen, insbesondere bei der Alarmierung der Online-Warnsysteme. So waren nach Medienberichten Warn-Apps nicht erreichbar. Wie oft die Warn-Apps im Saarland genutzt worden sind, konnte Bouillon nicht sagen. „Die bundesweite Probewarnung über das Modulare Warnsystem MoWaS konnte nur verspätet zugestellt werden“, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit.

Auch der SR berichtete mit Berufung auf Meldungen aus der Bevölkerung, dass einige der 484 Sirenen im Saarland nicht funktioniert hätten. Das Innenministerium erklärte, es habe keine Kenntnis von der Zahl der Sirenen im Land. Die Auslösung der Sirenen erfolgte demnach zentral durch die Integrierte Leitstelle des Saarlandes (ILS). Der Saarländische Rundfunk teilte mit, dass er keine Warnmeldungen im Programm ausgestrahlt habe, sondern  stattdessen das Heulen der Sirenen ab 11 Uhr erklärt habe. Denn die Menschen sollten in Corona-Zeiten nicht noch zusätzlich verunsichert werden, hieß es. Das Innenministerium versicherte dagegen, am Warntag habe es keine Corona-bedingten Einschränkungen, wie etwa leiser gestellte Sirenen, gegeben.