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Wettstreit um Parteivorsitz
Saar-CDU nominiert Kramp-Karrenbauer

FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Saarbrücken. Die Saar-CDU hat Annegret Kramp-Karrenbauer als Kandidatin für den Bundesvorsitz der Union nominiert. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

Der Landesvorstand votierte am Montagmorgen einstimmig für die CDU-Generalsekretärin. Das teilte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans über Twitter mit. Hans hatte Kramp-Karrenbauer kürzlich als Landeschef der Christdemokraten beerbt.


Damit ist sie formal die erste Kandidatin für die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der Bundespartei. Zwar hatten Kramp-Karrenbauer, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Friedrich Merz, früher CDU-Fraktionschef im Bundestag, schon vor einer Woche ihre Kandidaturen angekündigt. Offiziell müssen sie jedoch bis Mittwoch von einer Gliederung der Partei ins Rennen geschickt werden – ob nun vom Bundesvorstand oder durch einen Kreisverband. Dann endet die Antragsfrist für den Bundesparteitag der Union in Hamburg. Erst dort können Delegierte weitere Kandidaten vorschlagen.

Wofür stehen die Kandidaten um den CDU-Vorsitz? FOTO: dpa / Henning Kaiser


Aus CDU-Kreisen war am Montag zu hören, was sich aus den Formalitäten ergibt: Bei den acht Regionalkonferenzen vor dem Parteitag stellen sich nur nominierte Bewerber vor. Dadurch gewinnt das Votum der Saar-CDU für Kramp-Karrenbauer an Bedeutung. Morgen trifft sich die Führung der Union in Nordrhein-Westfalen, also des Landesverbandes, aus dem Spahn und Merz stammen. Ob dort auch über einen Kandidaten abgestimmt wird, ist bisher nicht bekannt. Nach Auskunft der Pressestelle steht die Vorbereitung des Bundesparteitages auf der Tagesordnung.