Ruhe, Schönheit und Harmonie in der Natur

Ruhe, Schönheit und Harmonie in der Natur

Jägersburg. "Schön ist etwas, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterlässt

Jägersburg. "Schön ist etwas, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterlässt. Dieses Attribut trifft bei den Bildern von Heinrich Lau in besonderem Maße zu", würdigte der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Jägersburg, Gustl Altherr, in der Vernissage zur Ausstellung von Bildern des 1998 gestorbenen Homburger Stadtmalers, die über das Wochenende während des Strandfestes im Saal der Gustavsburg gezeigt wurde. Mehr als 40 Bilder, allesamt in Privat- beziehungsweise städtischem Besitz, waren zu sehen, überwiegend Aquarelle, aber auch fünf Ölgemälde und mehrere Rötel- und Kohlezeichnungen."Schön" könnten sowohl abstrakte als auch gegenständliche Kunstwerke sein, doch die hier gezeigten Bilder hätten den Vorteil, dass die Betrachter nichts hinein interpretieren müssten, dass niemand sie erklären müsse. So bleibe das reine Vergnügen, bemerkte der Verkehrsvereins-Vorsitzende. Die Zeichnungen, Drucke, Aquarelle und Ölbilder zeugten von der Ruhe, Schönheit und Harmonie in der Natur und zwischen den Menschen, die Laus künstlerische Arbeit geprägt haben. Viele Homburger Haushalte hätten noch Kunstwerke von Heinrich Lau. Für alle sichtbar zeugten unter anderem das Relief am Stadtbrunnen auf dem historischen Marktplatz, die Darstellung von Schloss Karlsberg in der Bahnhofshalle oder das große Panorama-Fresko im Wasserwerk von seinem Kunstschaffen.

Altherr dankte allen, die Bilder für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt haben, insbesondere Angehörigen der Familie Lau und deren Nachkommen sowie der Stadtverwaltung, die fast die Hälfte der gezeigten Werke auslieh. In der Vernissage war auch ein Madonnenbild zu sehen, das Heinrich Lau nach einem Bild des Florentiner Renaissancemalers Sandro Botticelli in Öl gemalt hatte. Dieses und ein Aquarell des Furpacher Weihers standen zum Verkauf an, alle anderen Bilder waren unverkäuflich. Deshalb kündigte der Veranstalter eine weitere Ausstellung mit Lau-Bildern während des diesjährigen Weihnachtsmarktes am dritten Adventswochenende an - dann nur mit Kunstwerken, die auch gekauft werden können.

Im Rahmen der Vernissage überreichten der städtische Kulturbeigeordnete Raimund Conrad und Kulturamtschef Professor Klaus Kell an den Heimat- und Verkehrsverein Jägersburg eine handkolorierte Lithographie des Malers Ludwig Neureuther. Sie wurde durch die Stadt mit Unterstützung der Landesregierung im Kunsthandel erworben und wird künftig im Burg- und Schlossmuseum in der Gustavsburg zu sehen sein, wie Ortsvorsteher Siegfried Biegaj erläuterte. "Damit kommt zusammen, was zusammen gehört", erklärte Conrad, der, wie auch Kell, daran erinnerte, dass Ludwig Neureuther 1774 in Jägersburg geboren wurde und unter Anleitung von Christian von Mannlich am Pfalz-Zweibrücker Herzogshof malen lernte. Mit dem Hof sei er vor den französischen Revolutionstruppen geflüchtet und in Bayern als Trachten-Maler bekannt geworden. So zeigt auch das nach Jägersburg gegebene Bild eine Bäuerin in Tracht. red