Rückzug aus Nachmittagsbetreuung: Diakonie Saar begründet Rückzug und übt Kritik

Rückzug der Saar-Diakonie aus der Nachmittagsbetreuung : Ministerium: Diakonie bezahlte Erzieher zu gut

Nach dem Rückzug aus der Nachmittagsbetreuung kritisiert der Geschäftsfüher der Saar-Diakonie das Land. Das Ministerium betont dagegen die hohen Löhne der Diakonie.

Das Saar-Bildungsministerium erwartet keine Nachteile für neun Freiwillige Ganztagsschulen (FGTS), in denen das Diakonische Werks an der Saar sich ab dem Schuljahr 2020/21 aus der Nachmittagsbetreuung zurückzieht (die SZ berichtete). Das Ministerium werde alle Schulen und deren Schulträger kontaktieren und im engen Austausch mit der Diakonie bleiben, um den „Übergang ohne Brüche sicherzustellen“, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. „Erfahrene Träger“ von Nachmittagsbetreuungen an anderen Schulen hätten bereits ihr Interesse bekundet, die Aufgaben der Erzieherinnen und FGTS-Helfer der Diakonie zu übernehmen, so das Ministerum.

Diakonie-Geschäftsführer Udo Blank hatte den Rückzug damit begründet, dass das Diakonische Werk jährlich 200 000 Euro Verlust bei der Nachmittagsbetreuung machte. Blank kritisierte die „schlechte Förderung“ seitens des Landes. Denn die Diakonie bezahle die 50 Angestellten „nach Tarif“. Dagegen betonte das Minsterium, dass das von der Diakonie erwirtschaftete Defizit „den besonderen Tarifen“ der Diakonie „geschuldet“ sei. Diese seien höher als der Ländertarifvertrag, der den Löhnen an den FGTS nach der Landeshaushaltsordnung zu Grunde zu legen sei.

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