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Rückenschmerzen behandeln ohne OP und Kosten – wie das im Saarland​ geht

Gratis-Therapie : Rückenschmerzen behandeln – ganz ohne OP und Kosten: So geht das im Saarland

Die Techniker-Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine neue Behandlung bei Rückenschmerzen. Wie diese genau aussieht.

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten körperlichen Beschwerden in Deutschland und im Saarland. Weil der Leidensdruck meist sehr hoch ist, denken viele Betroffene an eine Operation. Es gibt jedoch auch ambulante und konservative Methoden, um die Schmerzen zu behandeln. Dazu zählt die bildgesteuerte Schmerztherapie. Bei dieser ambulanten Behandlung injiziert der Arzt ein Schmerzmittel direkt an die Stelle, die die Rückenschmerzen verursacht. Mithilfe eines Computertomografen, der detaillierte Bilder aus dem Körperinneren liefert, kann die Spritze millimetergenau platziert werden.

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Gegen Rückenschmerzen: Wann die neue Schmerztherapie angewandt wird

Die bildgesteuerte Schmerztherapie wird nur angewendet, wenn bei chronischen Rückenschmerzen die klassischen Therapien wie Massagen, Krankengymnastik oder Wärmebehandlungen nicht mehr helfen. Im Saarland bietet jetzt die Techniker-Krankenkasse (TK) als erste Kasse ihren Versicherten, die unter Rückenschmerzen leiden, die bildgesteuerten Schmerztherapie an.

Dazu hat die TK einen Vertrag mit dem Berufsverband der Orthopäden und Unfallchirurgen (BVOU) abgeschlossen. Dr. Björn Bersal, Facharzt für Orthopädie und Landesvorsitzender des BVOU im Saarland, sagt, die bildgesteuerte Schmerztherapie sei als konservative Alternative bei Wirbelsäulenerkrankungen wissenschaftlich hervorragend bewertet worden. „Die Patientinnen und Patienten profitieren zusätzlich von einer schnellen Terminvergabe und kurzen Wartezeiten. Wir Ärztinnen und Ärzte können diese Behandlung über die Versichertenkarte abrechnen.“

Die TK betont, die bildgesteuerte Schmerztherapie sei mittlerweile als Alternative zu Operationen anerkannt und häufig sogar die bessere Option, wie Studien zeigten. Der Leiter der TK im Saarland, Stefan Groh, erklärt, mit „dieser innovativen Behandlung können Schmerzen gemindert und unnötige schwere Eingriffe an der Wirbelsäule umgangen werden, welche auch immer mit Risiko behaftet sind“.