Robin Vogtland geht nach Quierschied und Köllerbach befördert Florian Bohr

Fu8ball : Neue Trainer in Quierschied und Köllerbach

Eine dicke Überraschung gab es für die Anhänger von Fußball-Saarlandligist Spvgg. Quierschied schon einige Tage vor Weihnachten. Am Donnerstagabend präsentierte die Sportvereinigung Robin Vogtland als Trainer für die kommende Saison.

Der 28-Jährige, derzeit noch in Diensten des Ligakonkurrenten SF Köllerbach, beerbt dann Pascal Bauer.

Bauer hatte dem Club Anfang Dezember mitgeteilt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, da er ab 1. Februar eine Stelle als „Projektleiter Datenanalyse“ bei der neu gegründeten DFB-Akademie in Frankfurt antritt. „Pascal kann dabei das berufliche mit Fußball verbinden. Dass er diese Chance wahrnimmt können wir natürlich nachvollziehen“, sagt Quierschieds Sportlicher Leiter Kai Berrang.

Bei der Suche nach einem Nachfolger war Vogtland der Wunschkandidat der Sportvereinigung. „Uns ist wichtig, dass der neue Trainer in der Saarlandliga schon etwas vorzuweisen hat und dass er die Spieler und Teams der Liga kennt. Da fiel mir direkt Robin Vogtland ein, den ich als sehr fußballbegeisterten Menschen kennengelernt habe“, berichtet Berrang. „Nach einem ersten Gespräch waren wir direkt auf einer Wellenlänge. Deshalb haben wir uns von da an auch nur noch mit den Namen Robin Vogtland beschäftigt.“

Aber wie schaffte es die Sportvereinigung ihren künftigen Übungsleiter von einem Aufstiegsanwärter (Köllerbach ist Vierter, punktgleich mit dem zweiten Saar 05) zu einem Team zu locken, dass sich derzeit im Abstiegskampf befindet? Vogtland klärt auf: „Vom tabellarischen Gesichtspunkt ist der Wechsel nach Quierschied vielleicht ein Rückschritt, aber für meine persönliche Entwicklung kann das ein Schritt nach vorne werden.“

Zudem gab es noch weitere Faktoren: „Quierschied ist ein gut geführter Verein, und ich mag das fußballverrückte Umfeld dort.“ Mit eine Rolle spielte auch, dass Vogtland, der mittlerweile in Heckendalheim lebt, in Quierschied geboren und im benachbarten Fischbach aufgewachsen ist. Vogtland will bei seinem neuen Club nicht mehr als Spielertrainer sondern als Übungsleiter an der Außenlinie arbeiten. „Ich werde mich aber nach wie vor fithalten, so dass ich eingreifen könnte, wenn Not am Mann wäre.“ Sein Vertrag in Quierschied gilt übrigens nicht nur für die Saarland-, sondern auch für die Verbandsliga. „Ich bin aber optimistisch, dass wir nicht mehr ganz hinten reinrutschen“, sagt Berrang. Aktuell hat Quierschied als Tabellenelfter sechs Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz (bei vier Absteigern). Sollten nur drei Teams runtermüssen, wären es sogar neun Zähler.

Auch die SF Köllerbach sind auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter schon fündig geworden. Florian Bohr, seit der Winterpause der vergangenen Spielzeit Spieler und Co-Trainer bei den Sportfreunden, wird im Sommer 2019 zum Cheftrainer befördert. Der 28-jährige Bohr kam vom SC Friedrichsthal nach Köllerbach, wo er mehrere Jahre einer der Leistungsträger war. Zuvor spielte Bohr unter anderem für die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken in der Oberliga.

„Als Robin mir sagte, dass er einen Termin bei Quierschieds 2. Vorsitzenden Klaus Meiser hat, wusste ich bereits dass wir ihn verloren haben. Es ist schwierig einen jungen Trainer zu halten, wenn ich weiß, dass er zwei Tage später von einem einflussreichen Menschen ein Angebot vorgelegt bekommt“, erklärt Köllerbachs Sportlicher Leiter Bernd Gillet. „Ich habe mich dann sofort auf die Suche nach einem möglichen Nachfolger gemacht. Florian war dabei unser erster Ansprechpartner und Wunschkandidat. Wir haben ihn ja bereits als Co-Trainer installiert. Wir sind uns dann auch schon nach wenigen Minuten einig geworden.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung