Ritterturnier lässt die Zeit um 1512 wiederauferstehen

Ritterturnier lässt die Zeit um 1512 wiederauferstehen

St. Wendel. "Diese Verbindung von Sport und Kultur gab es so noch nicht", sagte Bürgermeister Klaus Bouillon stolz, bevor er das Programm des großen Ritterturniers vom 31. August bis 2. September in St. Wendel vorstellte

St. Wendel. "Diese Verbindung von Sport und Kultur gab es so noch nicht", sagte Bürgermeister Klaus Bouillon stolz, bevor er das Programm des großen Ritterturniers vom 31. August bis 2. September in St. Wendel vorstellte. Drei Tage soll es dauern und sich von den üblichen Mittelalterspektakeln vor allem durch zwei Dinge abheben (wir berichteten): Authentizität und historische Korrektheit.So präsentiert die angeschlossene Ausstellung "Wenn Lanzen brechen" bereits ab 29. Juni Originalstücke aus der Rüstungskammer von Kaiser Maximilian, der St. Wendel vor 500 Jahren besuchte und Ritterturniere liebte. Weil ihm ein solches vor einem halben Jahrtausend beim Besuch des Reichstags in Trier verwehrt worden war, feiert St. Wendel seinen Besuch im Jubiläumsjahr nun mit einem Turnier. Dabei streben die Organisatoren nach einem "Maximum an Authentizität". "Die Ritter sind Profis, die besten der Welt", erklärte Bouillon. "Diese zehn Ritter bekommen wir so nie wieder zusammen", fügte Alfred Geibig hinzu, Kurator für Waffen und Rüstungen bei den Kunstsammlungen der Veste Coburg und Mitorganisator. Einen Ritter hatten sie zur Programmvorstellung gleich mitgebracht. Der Niederländer Arne Koetz zog am Ende sogar die 35 Kilo schwere Montur über. An allen drei Tagen wird er in die Arena auf dem alten Sportplatz am Bosenbach reiten. Daneben haben sich bereits 200 Gruppen angesagt, die die Zeit um 1512 wieder auferstehen lassen mit Musik, Essen, Kostümen und jeder Menge Handwerk. uo

Karten im Vorverkauf für 28,65 Euro (Tagesticket) und 71,55 Euro (Wochenendticket). Kinder bis 14 Jahre frei.

Mehr von Saarbrücker Zeitung