1. Saarland

Riesenstimmung im kleinen Rahmen

Riesenstimmung im kleinen Rahmen

Klein aber fein", nannte Daniela Wagner von der "IG pro Fasenacht" die Kappensitzung im Vereinsheim in Haupersweiler und das trifft es auch genau auf den Punkt. Nur 15 Aktive bringen sich in den Karneval ein - aber das Programm, das man in Haupersweiler in der Rekordzeit von sechs Wochen auf die Beine gestellt hat, braucht sich nicht zu verstecken



Klein aber fein", nannte Daniela Wagner von der "IG pro Fasenacht" die Kappensitzung im Vereinsheim in Haupersweiler und das trifft es auch genau auf den Punkt. Nur 15 Aktive bringen sich in den Karneval ein - aber das Programm, das man in Haupersweiler in der Rekordzeit von sechs Wochen auf die Beine gestellt hat, braucht sich nicht zu verstecken. Das mit fast 70 Gästen auch fast ausverkaufte Vereinsheim erlebte eine unterhaltsame Kappensitzung, bei der sich Tanz und Klamauk die Klinke in die Hand gaben. Musikalisch führte der eingesprungene Alleinunterhalter Andreas Puster durch das Programm und Arno Braun moderierte als Sitzungspräsident den Abend.Gleich zu Beginn konnten sich die Gäste bei einem Apothekenbesuch die Lachmuskeln reizen lassen: "Haschd du noch von dene Schmerzzäppscher? - Ei jo! - Die senn doch hoffentlich net deirer wohr? - Awwer woher, die krisch dau doch bei mir zum Ennfierungspreis!", eröffneten Denise Schulte und Andreas Reisdorf das humoristische Feuerwerk. Als der Kunde Aspirin verlangte und aus Versehen Arsen bekommt, meinte er nur: "Du das Arsen nemm ich awwer trotzdem met. Das kann ich noch gudd gebrauche. - Do brauch ich awwer e Rezept. - E Rezept? Was ich Dir zeie kann, ess e Bild von meiner Alt."

Als nächstes erklomm Claudia Weisgerber die Bühne mit ihrer frei vorgetragenen Nummer "Hätt eich doch mei Maul gehall". Quasi als "Running-Gag" zog sich dieser Spruch durch die Büttenrede - und wenn man sich schon im Kindergarten mit Doktorskindern auf eine Rauferei einlässt, dann lässt dich nur resümieren: "Gerechtigkeit ist Rauch und Schall. Hätt eich nur mei Maul gehall!" In der Schule geht's dann auch genauso weiter, wenn man beim Vorsagen erwischt wird: "Strafarbeit - ein klarer Fall. Hätt eich doch mei Maul gehall!"

Mit viel Nebel und Getöse nahmen Arno Braun und Andreas Reisdorf die Bühne für einen kurzen Sketch mit "Graf Drakoli" in Besitz, ehe das Gemischte Ballett mit einer maritimen Tanzeinlage für Furore und gute Unterhaltung sorgte. Frau Blumedebbe und Frau Lambescherm tauschten sich danach über die Zubereitung von Faasetkiescheljer aus. "Mei mann hat gesaaht, wenn ich net ball Faasetkiescheljer mache, haut er mich grün und blau. Ich wäß gar net, was ich mache soll - Ei das ess ganz ähnfach: Faasetkiescheljer sollschde mache" - so läuteten Claudia Weisgerber und Eric Scheer die nächste Lachsalve ein. Thomas Schulte und Daniela Wagner erzählten, was vor Gericht passieren kann. Nach der Pause präsentierte Arno Braun einen weiteren Höhepunkt: "Wie grazil sich Männer em Wasser bewehe, dun Eich diesjohr user Buwe belehe. Für Gold hats leider net gereicht, awwer dene war dat Wasser dort aach viel ze seicht", kündigte er das Männerballett an. Und dass auch die Fastnacht nicht ganz ohne Werbung auskommt, zeigten Eric Scheer, Melanie Reisdorf und Arno Braun mit ihrem Zalando-Werbespot "Schrei vor Glück". Nach zwei Stewardessen und drei Tenören, nur unterbrochen von einer weiteren Auflage von "Graf Drakoli", beendeten die Camper vom Rambert das Programm.

AUF EINEN BLICK

Die Akteure: Apothekenbesuch: Denise Schulte, Andreas Reisdorf. Hätt eich doch mein Maul gehall: Claudia Weisgerber. Graf Drakoli: Aron Braun, Andreas Reisdorf. Gemischtes Ballett: Melanie Reisdorf, Andreas Reisdorf, Thomas Schulte, Daniela Wagner, Stefan Scheer, Marina Kohl. Hausfrauenplausch: Claudia Weisgerber, Eric Scheer. Gericht: Thomas Schulte, Daniela Wagner. Männerballett: Matthias Müller, Sebastian Fink, Andreas Reisdorf, Stefan Scheer, Jannick Wilhelm. Werbespot: Eric Scheer, Melanie Reisdorf, Arno Braun. Stewardessen: Denise Schulte, Daniela Wagner, Grad Drakoli: Arno Braun, Daniela Wagner, Drei Tenöre: Thomas Schulte, Sebastian Fink, Jannick Wilhelm, Rambert: Arno Braun, Eric Scheer, Frank Heinrich. rgm