1. Saarland

Rettungsdienst ist schneller vor Ort

Rettungsdienst ist schneller vor Ort

Otzenhausen. Nach einer halbjährigen Bauzeit ist die neue Rettungswache im Gewerbegebiet Münzbachtal in Otzenhausen nun offiziell eingeweiht worden. Bereits seit 15. März ist die Wache mit den Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband St. Wendel, besetzt

Otzenhausen. Nach einer halbjährigen Bauzeit ist die neue Rettungswache im Gewerbegebiet Münzbachtal in Otzenhausen nun offiziell eingeweiht worden. Bereits seit 15. März ist die Wache mit den Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband St. Wendel, besetzt.In den ersten Wochen zeigte sich deutlich, wie sehr durch die neue Rettungswache die Eintreffzeiten des Rettungsdienstes in der Region verbessert werden konnten. Innerhalb der vergangenen drei Monate war der Rettungswagen 230 Mal im Einsatz, pro 24 Stunden wird die Rettungswache im Schnitt drei bis vier Mal zu Notfällen gerufen. Wie Clemens Lindemann, Vorsteher des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), betonte, wurden in Otzenhausen die Vorgaben eines Gutachtens zur Standortoptimierung des Rettungsdienstes im Saarland sehr schnell umgesetzt. "Mit der Stationierung eines zusätzlichen Rettungswagens im nördlichen Saarland sind nun die Ortsteile der Gemeinde Nonnweiler deutlich schneller erreichbar", stellte Lindemann fest. Landrat Udo Recktenwald (CDU) freute sich über die Verbesserung der Notfallversorgung. "Deshalb ist das ein großer Tag für den Landkreis St. Wendel", sagte der Landrat. Bezüglich der Zwölf-Minuten-Hilfefrist sei ein Lückenschluss erfolgt. "Es ist ganz wichtig, dass wir diese Verbesserung der Infrastruktur verwirklichen konnten", meinte Recktenwald. Verkehrstechnisch sei für die Rettungswache im Gewerbegebiet mit der direkten Nähe zur Autobahn, so Lindemann, ein hervorragend geeigneter Standort gefunden worden. Das geplante Einzugsgebiet grenzt an die bisherigen benachbarten Rettungswachen in Türkismühle, Tholey und Wadern. In der Wache sind vier haupt- und 16 ehrenamtliche Retter des DRK stationiert. Sie ist mit einem examinierten Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter 24 Stunden besetzt. Der modern ausgestattete Rettungswagen wird rund um die Uhr in der Gemeinde Nonnweiler einsatzbereit sein und bei großen Schadensereignissen zusätzlich zur Verfügung stehen. "Ich wünsche ihnen allzeit eine unfallfreie Fahrt und erfolgreiche Einsätze", sagte Staatssekretär Georg Jungmann (CDU). Eine Besonderheit der neuen rund 320 000 Euro teuren Rettungswache mit 133 Quadratmetern Nutzfläche ist die nachhaltige Bauweise. Durch Kombination von effektiver Isolierung des Bauwerks, dem Einsatz einer Erdwärmepumpe und der Stromerzeugung durch Photovoltaik wird das Gebäude mehr Energie erzeugen, als es verbraucht. "Mit der Stationierung eines zusätzlichen Rettungswagens sind nun die Ortsteile der Gemeinde Nonnweiler deutlich schneller erreichbar."

Clemens Lindemann, ZRF

Auf einen Blick

In der Gemeinde Nonnweiler ist neben Freisen, Türkismühle, Tholey und St. Wendel die fünfte Rettungswache im Landkreis stationiert worden. Die Gesamtbaukosten für den Neubau der Rettungswache belaufen sich auf 320 000 Euro. Zuschüsse: je 80 000 Euro vom Land und vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF). frf