Rentner mit Messer schwer verletzt

Rentner mit Messer schwer verletzt

Saarbrücken. Um versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung geht es seit gestern in einem Prozess vor dem Schwurgericht. Angeklagt ist ein 37-jähriger Mann ohne Berufsausbildung, der alkohol- und drogenabhängig ist. Er soll, so der Vorwurf des Oberstaatsanwaltes, am 7. Mai 2011 einen Rentner ohne jegliche Vorwarnung mit Pfefferspray attackiert haben

Saarbrücken. Um versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung geht es seit gestern in einem Prozess vor dem Schwurgericht. Angeklagt ist ein 37-jähriger Mann ohne Berufsausbildung, der alkohol- und drogenabhängig ist. Er soll, so der Vorwurf des Oberstaatsanwaltes, am 7. Mai 2011 einen Rentner ohne jegliche Vorwarnung mit Pfefferspray attackiert haben. Das Opfer, ein 77-jährige Rentner, schilderte, dass er in der Nacht Lärm auf dem Flur hörte. Der Rentner wies den Eindringling, der in eine Nachbarwohnung wollte, zurecht. Dieser machte Anstalten zu gehen. Doch dann drehte er sich unvermittelt um und sprühte ihm Reizgas in die Augen.Eine Woche danach soll der Rentner erneut von dem Angeklagten angegriffen worden sein, diesmal erhielt er einen Schlag mit einer Bierflasche auf den Kopf und einen Messerstich in die Brust. Trotz der stark blutenden Wunde konnte das Opfer noch zu Fuß das nahe gelegene Evangelische Krankenhaus in Saarbrücken aufsuchen, wo er zur stationären Behandlung aufgenommen wurde.

Der Angeklagte hat sich zu dem Tatvorwurf bisher nicht geäußert. Durch seinen Verteidiger ließ er bei den Richtern anfragen, mit welcher Strafe er im Falle eines Geständnisses rechnen müsse. Der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer sicherte eine Strafmilderung von einem Drittel zu. Damit käme eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb bis vier Jahren heraus. Aber zu einem Geständnis kam es nicht. Der Prozess wird fortgesetzt. jht