1. Saarland

Reliquien-Schrein feierlich enthüllt

Reliquien-Schrein feierlich enthüllt

St. Wendel. Als einen "Heiligen des Aufbruchs und der Aufgeschlossenheit" bezeichnete Monsignore Georg Bätzing aus Trier den heiligen Wendelin, als er gestern Abend in der Basilika die Wallfahrtswoche eröffnete. Gott suchen, so wie es der heilige Wendelin getan habe, sei heute nicht weniger notwendig als in der Vergangenheit

St. Wendel. Als einen "Heiligen des Aufbruchs und der Aufgeschlossenheit" bezeichnete Monsignore Georg Bätzing aus Trier den heiligen Wendelin, als er gestern Abend in der Basilika die Wallfahrtswoche eröffnete. Gott suchen, so wie es der heilige Wendelin getan habe, sei heute nicht weniger notwendig als in der Vergangenheit. Die Suche sei jedoch nicht einfach in einer Zeit, in der die Existenz Gottes heftig in Frage gestellt werde. Den Menschen werde oft eingeredet: "Mehr als du sehen kannst, gibt es nicht, es gibt kein Geheimnis hinter dieser Welt." Diesen Zeitgenossen wäre eine Welt ohne Gott am liebsten. "Wir aber", so der Prediger, "sind von seiner Existenz überzeugt und auf der Suche nach ihm." Die Frage, wo er sich finden lasse, beantwortete Georg Bätzing mit den Worten: "Am Kreuz, wohin er sich selbst aufgemacht hat, und dort, wo er seit Jahrtausenden gesucht und gefunden wird, nämlich in der Kirche." Mit dem Gast aus Trier, der vor 22 Jahren Diakon in St. Wendelin war, standen Pastor Anton Franziskus sowie die Ruhestandsgeistlichen Peter Klein, Bruno Holschbach und Alois Schneider am Altar. Der Chor der Basilika gestaltete die festliche Liturgie mit. Das erste Pilgeramt war am Vormittag in der Basilika gefeiert worden. Über 100 Wallfahrer aus der Pfarreiengemeinschaft Namborn hatten sich, teilweise zu Fuß, auf den Weg gemacht und trafen kurz vor zehn Uhr in St. Wendel ein.Der zweite Wallfahrtstag am heutigen Donnerstag beginnt mit der Pilgermesse für die Pfarreien der Stadt um zehn Uhr. Ebenfalls um zehn Uhr startet die Fußwallfahrt ab der Abteikirche Tholey, zu der der Katholische Deutsche Frauenbund über den alten Pilgerweg nach St. Wendel einlädt. Für die Senioren wird um 15 Uhr eine heilige Messe mit Krankensalbung gefeiert. Die Gläubigen treffen sich anschließend im Cusanushaus. Dort zeigt ihnen Toni Leismann seinen Film über Verehrungsstätten des heiligen Wendelin. Das in der Wallfahrtswoche zur Tradition gewordene Festkonzert wird um 20 Uhr in der Kirche zu hören sein. Der Chor der Basilika und der Jugendchor singen, begleitet von Bläsern, die "Missa de Misericordia Domini" von Henry Jan Botor und das "Gloria" von John Rutter.