Zugausfall: Reisende müssen drei Stunden im Zug ausharren

Zugausfall : Reisende müssen drei Stunden im Zug ausharren

Ein Regionalzug von Saarbrücken in Richtung Kaiserslautern ist gestern Morgen um 6.47 Uhr wegen einer gerissenen Oberleitung kurz vor Kaiserslautern liegen geblieben.

„Es gab keine vernünftige Durchsage, erst nach zweieinhalb Stunden kam die Info, dass ein Ersatzzug auf dem Weg sei“, schildert Thomas Jacob, einer der betroffenen Reisenden, und: „Über eine Brücke ging es dann in den Zug, der uns nach knapp drei Stunden mit einer Diesellok bis nach Kaiserslautern brachte.“ Ähnliches schildert Werner Brill, der nach Berlin reisen wollte: „Ich habe den Knall noch gehört, als die Leitung riss. Niemand kann etwas gegen höhere Gewalt tun, aber es gab so gut wie keine Ansage. Niemand wusste, wie lange es dauert oder was nun passiert.“ Nach einiger Zeit habe er über sein Smartphone einige Infos aus dem Internet erhalten, doch „im Zug gab es diese nicht“. Im Anschluss sei dann der Infostand in Kaiserslautern, der über den Ersatzverkehr oder neue Routen informiert, aufgrund des Ansturms überlastet gewesen. Beide reisen öfter mit der Bahn und sind sich sicher: Die Informationspolitik in den Fernzügen läuft besser.

Laut einer Bahn-Sprecherin ist ein Bagger gegen die Leitung geprallt, der Zug sei dann um 9.45 Uhr evakuiert worden. Bis zum Abschluss der Arbeiten um 11.36 Uhr sei ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Homburg und Kaiserslautern-Einsiedlerhof eingerichtet worden. Der Einschätzung über eine unterschiedliche Informationspolitik widerspricht sie allerdings: „Wir können die Informationen erst geben, wenn wir genau wissen, wie es weitergeht.“

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