1. Saarland

Reinert reißt das Ruder in letzter Minute rum

Reinert reißt das Ruder in letzter Minute rum

Theley. Sebastian Reinert ballte beide Fäuste und drehte jubelnd ab. Soeben hatte der aus Gronig stammende ehemalige Bundesligaspieler (14 Erstliga- und 53 Zweitliga-Einsätze für den 1. FC Kaiserslautern) im Finale des Derby-Star/Sporthaus-Glaab-Cups des VfB Theley in der Sport- und Kulturhalle Theley den 2:2-Ausgleich für seinen FK Pirmasens erzielt

Theley. Sebastian Reinert ballte beide Fäuste und drehte jubelnd ab. Soeben hatte der aus Gronig stammende ehemalige Bundesligaspieler (14 Erstliga- und 53 Zweitliga-Einsätze für den 1. FC Kaiserslautern) im Finale des Derby-Star/Sporthaus-Glaab-Cups des VfB Theley in der Sport- und Kulturhalle Theley den 2:2-Ausgleich für seinen FK Pirmasens erzielt. Und das eine Minute und vier Sekunden vor dem Ende der Verlängerung. Der 24-Jährige rettete seine Mannschaft damit gegen den Saarlandligisten SV Hasborn ins Siebenmeterschießen.

Triumph beim "Heimspiel"

Dort behielt der FKP die besseren Nerven. Während alle fünf Schützen der Pfälzer - darunter auch Reinert - verwandelten, scheiterte Hasborns Karsten Rauber an FKP-Schlussmann Raphael Marhöfer. 8:7 hieß es also am Ende für den Oberligisten aus der Pfalz, der damit nach zwei Finalniederlagen in den vergangenen beiden Jahren (jeweils gegen den VfB Theley) endlich einmal das Hallenturnier des VfB gewinnen konnte.

"Ich denke, dass unser Erfolg über die beiden Tage gesehen verdient war", erklärte Reinert. "Wir haben Hasborn bereits in der Zwischenrunde geschlagen (3:0, Anm. d. Red.) und hätten auch das Finale vor dem Siebenmeterschießen gewinnen können", so der Ex-Bundesligaspieler zufrieden. Reinert freute sich nicht nur über den Sieg, sondern auch über die Tatsache, dass er nur wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt den Triumph feiern konnte. "Als ich gefragt wurde, ob ich hier mitspiele, habe ich natürlich sofort ja gesagt. Für mich war es schon ein besonderes Turnier. Und es hat Spaß gemacht", sagte der 24-Jährige.

Während Reinert noch für das Siegerfoto jubelnd posierte, waren die Spieler des unterlegen Finalgegners aus Hasborn bereits in der Kabine verschwunden. Bei ihnen saß die Enttäuschung tief, denn bereits am Freitagabend hatten sie beim Turnier des SV Limbach-Dorf im Finale im Siebenmeterschießen den Kürzeren gezogen (4:5 gegen Oberligist SV Röchling Völklingen).

Hasborn scheitert erneut knapp

"Wir waren die letzten vier Tage gefühlte 36 Stunden in der Halle - und dann verliert man zwei Mal so knapp", stöhnte Hasborns Trainer Heiko Wilhelm. Dabei hatte es für seine Elf im Endspiel bis zu Reinerts 2:2 gut ausgesehen. Die FKP-Führung durch Timo Helfrich egalisierte Kai Schäfer in der regulären Spielzeit. In der Verlängerung brachte Daniel Dworowy den RWH dann zwei Minuten und 16 Sekunden vor der Schlusssirene in Führung. Doch trotzdem reichte es nicht zum Sieg.

Platz drei in Theley ging an Verbandsligist FC Freisen, der nach einem Doppelpack von Steven Klos und einem Tor von Thomas Adams das kleine Finale mit 3:0 gegen Gastgeber und Titelverteidiger VfB Theley gewann. Freisen unterlag zuvor im Halbfinale gegen Hasborn mit 3:5, Theley kam in einer Neuauflage des Finales der beiden vergangenen Jahre gegen Pirmasens mit 1:9 unter die Räder. Kleiner Trost für den VfB: Zumindest ein Titel ging auch 2012 an die Schwarz-Weißen. Stefan Groß holte sich mit zehn Treffern die Torjägerkanone. Zum besten Torhüter wurde Raphael Marhöfer (FK Pirmasens gewählt. Der Derby-Star/Sporthaus-Glaab-Cup war übrigens an allen Turniertagen gut besucht. Insgesamt kamen 1050 Zuschauer in die Theleyer Sport- und Kulturhalle. (siehe auch Zahlen)

Foto: Lehmann