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Regierung steht trotz angespanntem Haushalt zu Institut für Prävention

Regierung steht trotz angespanntem Haushalt zu Institut für Prävention

Saarbrücken. Die Landesregierung will trotz des Spardrucks "in jedem Fall an dem Landesinstitut für Präventives Handeln" (LPH) in St. Ingbert festhalten. Das sagte Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gestern vor der Landespressekonferenz in Saarbrücken

Saarbrücken. Die Landesregierung will trotz des Spardrucks "in jedem Fall an dem Landesinstitut für Präventives Handeln" (LPH) in St. Ingbert festhalten. Das sagte Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gestern vor der Landespressekonferenz in Saarbrücken. Sie lobte das Institut rund eineinhalb Jahre nach seiner Eröffnung als "kleine, aber feine und engagierte Einrichtung", die einzigartig in der Bundesrepubklik sei und "um das uns andere Bundesländer beneiden". Das LPH gliedert sich in die vier Fachbereiche Pädagogische Prävention, Kriminalprävention, Gesundheitsförderung und Evaluation. Am Institut sind 27 Mitarbeiter beschäftigt. Seit Bestehen hat es mehrere Fachtagungen - etwa zur Alkohol- und Kriminalprävention - ausgerichtet, das Verkehrssicherheitsprojekt "Junge Fahrer" gestartet sowie rund 230 erlebnispädagogische Veranstaltungen insbesondere für Schulen abgehalten. Außerdem engagiert sich das LPH in der Integrationsarbeit. Im Dezember ist eine Fachtagung mit dem Islamwissenschaftler Marwan Abu-Taam geplant.Außerdem koordiniert das LPH die saarlandweite Verbreitung der Antialkohol-Initiative "Bob". Das Projekt, bei dem der Fahrer einer Partygemeinde vom Kneipenwirt mit einem kostenlosen alkoholfreien Getränk unterstützt wird, soll nach Angaben von LPH-Direktor Günter Dörr "ab Jahresende in jedem saarländischen Landkreis angeboten werden". Ob dies möglich ist, hänge jedoch "wesentlich von dem Engagement der Organisatoren in den Kommunen sowie von den Kneipenwirten ab", ergänzte Kramp-Karrenbauer auf Nachfrage. In Saarlouis, wo "Bob" vor rund eineinhalb Jahren eingeführt wurde, verzeichnete das Projekt zuletzt nur geringen Zuspruch (wir berichteten). jos