1. Saarland

Regen fegt die Gassen leer

Regen fegt die Gassen leer

Blieskastel. Tatsächlich hätte der März-Mondscheinmarkt besseres Wetter verdient gehabt. Regenschirm-Markt wäre an diesem Abend wohl als Titel treffender gewesen. Vom Mond keine Spur, der versteckte sich hinter Regenwolken. Und aus diesen goss es in Strömen

Blieskastel. Tatsächlich hätte der März-Mondscheinmarkt besseres Wetter verdient gehabt. Regenschirm-Markt wäre an diesem Abend wohl als Titel treffender gewesen. Vom Mond keine Spur, der versteckte sich hinter Regenwolken. Und aus diesen goss es in Strömen. Entsprechend wenige Gäste hatten sich auch auf den Blieskasteler Paradeplatz verirrt, nur ein paar Unentwegte boten dem Regen die Stirn, will heißen: den Regenschirm oder die Jacke. "Mal ehrlich, würden Sie freiwillig bei diesem Wetter auf einen Markt gehen?", fragte denn auch Gabriela Klingler, die zusammen mit ihrem Sohn Schmuck-Unikate und "Seifen-Juwelen" anbot. Die beiden Standbetreiber trugen oder ertrugen das Wetter mit großer Gelassenheit: "Das Wetter ist zwar nicht der große Bringer, aber wir wollen nicht meckern. Die Standgebühren haben wir schon drin, wir haben gegessen und getrunken, und schön gesellig ist es hier auch", stellte die Inhaberin der "Beauty-Manufaktur" aus Blieskastel fest. Auch Marktorganisator Andreas Marschall ließ sich vom schlechten Wetter nicht runterziehen: "Es kommen zwar wenige Leute, aber die Stammkundschaft ist da." "Einen Mondscheinmarkt wird es wohl vor der Sommerpause noch geben", kündigte Marschall an. Helmut Walch aus Zweibrücken gehört zu den Händlern, die immer wieder auf dem Mondscheinmarkt vertreten sind: "Klar, das Wetter ist nicht so toll, aber das ist eben so." Und er gewinnt dem schlechten Wetter auch seine guten, geschäftlichen Seiten ab: "Da verkaufe ich sicherlich noch mehr von meinen Hustenpastillen." Aber was treibt die wenigen Kunden an so einem tristen Regenabend auf den Markt? "Wir sind immer hier. Auch heute Abend haben wir bestimmte Spezialitäten gekauft, die wir eben immer hier finden", verteidigen Katja Heß und ihr Freund Sebastian König den Marktbesuch. "Man kann sich ja nicht einsperren. Und es ist der erste Mondscheinmarkt seit langem, da musste ich hierher", so eine Passantin.