Razzia von Bundespolizei in Saarbrücken gegen Menschenschleuser

Großangelegte Kontrolle : Bundespolizei startet Razzia gegen Menschenschleuser auch in Saarbrücken

18 Menschen haben Ermittler festgenommen, die von Unbekannten mit falschen Papieren nach Deutschland gebracht worden sein sollen.

In mehreren Städten haben Bundespolizisten am Mittwoch (10. Juli) Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht, um Menschenschleusern das Handwerk zu legen. Die Beamten waren in Saarbrücken sowie in drei rheinland-pfälzischen Städten – Kaiserslautern, Pirmasens und Neustadt an der Weinstraße – im Einsatz. Dabei erspähten die Ermittler nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei in Bexbach 18 Menschen, die mutmaßlich unerlaubt in Deutschland sind.

Der Verdacht richtet sich gegen einen Vietnamesen (49), der Landsleute mit gefälschten, bulgarischen Papieren ausgestattet haben soll. Danach arbeiteten die Eingeschleusten in Nagelstudios. Ein Komplize (36) half ihm dabei, die Opfer nach Deutschland zu bekommen. Bei ihm sind sich die Fahnder noch nicht sicher, ob es sich tatsächlich um einen Bulgaren handelt. Des Weiteren sollen ihnen weitere Täter geholfen haben, die aber noch unbekannt sind.

Bei der Durchsuchung sicherten die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung am Morgen Beweismaterial. Dies fanden sie in den Wohnungen und Geschäften der sieben Beschuldigten.

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