1. Saarland

Rauchmelder könnten auch in St. Ingbert Leben retten

Rauchmelder könnten auch in St. Ingbert Leben retten

St. Ingbert. Eigentlich ist Freitag, der 13. August, offizieller Rauchmeldertag in Deutschland. Dass man ihn in St. Ingbert vor der Engelbertskirche am Samstag beging, hatte aber nichts mit Aberglauben zu tun

St. Ingbert. Eigentlich ist Freitag, der 13. August, offizieller Rauchmeldertag in Deutschland. Dass man ihn in St. Ingbert vor der Engelbertskirche am Samstag beging, hatte aber nichts mit Aberglauben zu tun. Vielmehr wollten die Beteiligten von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Notfallseelsorge, dem Malteser Hilfsdienst, dem DRK und der Polizei, von denen die meisten Ehrenamtler sind, sich an ihrem freien Tag Zeit nehmen und viele St. Ingberter erreichen. Und die sind eben verstärkt am Samstag in der Stadt zum Bummeln oder Einkaufen unterwegs. Vier Minuten für die FluchtMatthias Thom (51), Oberbrandmeister bei der Feuerwehr, geht auf die Leute zu, fragt nach Rauchmeldern zu Hause und gibt Tipps. "Man sollte einmal im Jahr die Batterien wechseln, auch wenn diese noch nicht leer sind", so Thom. Der Organisator der Veranstaltung, Oberbrandmeister Guido Deges, liefert auch schnell den Grund für solch eine Präventionsmaßnahme, die zweite in der Mittelstadt. "Wir müssen immer noch zu oft ausrücken. Auch Personenschäden oder gar Todesopfer, die wir in Hassel und Rohrbach in den letzten Jahren hatten, müssten nicht sein", so der 40-jährige Feuerwehrmann. Es sei ein Trugschluss, so Deges, dass man bei Ausbruch eines Brandes noch zehn Minuten Zeit zur Flucht hat, denn der Rauch sei die Gefahr. Man hat durchschnittlich vier Minuten Zeit, um davon zu kommen. "Und glauben Sie nicht, dass Ihnen das nicht passieren kann. Das ist nur dann möglich, wenn sie nackte Wände haben und leben wie in der Steinzeit-Höhle", macht Thomas Hauck vom Löschbezirk Oberwürzbach deutlich. con