1. Saarland

Rangeln und raufen will gelernt sein

Rangeln und raufen will gelernt sein

Oberthal. Rangeln und Raufen, ein Thema des Lehrplanes im Saarland für Grundschulen, fand nunmehr seine praktische Anwendung in Oberthal. Schüler aller acht Klassen der Oberthaler Grundschule hatten Gelegenheit, an mehreren Tagen, jeweils in einer Sport-Doppelstunde, miteinander zu rangeln und zu raufen, alles unter der Ägide der fernöstlichen Sportart Judo

Oberthal. Rangeln und Raufen, ein Thema des Lehrplanes im Saarland für Grundschulen, fand nunmehr seine praktische Anwendung in Oberthal. Schüler aller acht Klassen der Oberthaler Grundschule hatten Gelegenheit, an mehreren Tagen, jeweils in einer Sport-Doppelstunde, miteinander zu rangeln und zu raufen, alles unter der Ägide der fernöstlichen Sportart Judo. Dazu bot sich die lokale Situation geradezu an. Denn die Gymnastikhalle der Grundschule wird vom örtlichen Judo-Club (JCO) als Trainingsraum (Dojo) genutzt. Die Judo-Matten brauchten nur noch ausgelegt und ergänzend zur Lehrperson entsprechendes Fach-Personal rekrutiert zu werden. Und warum gerade Judo? Das Regelwerk dieser Kampfsportart verbietet ausdrücklich alle Handlungen, die leicht zu Verletzungen führen können.Der Sportrahmen umfasste zunächst eine Einweisung zum pädagogischen Teil mit den Aspekten Eindruck, Ausdruck, Wagnis, Leistung, Miteinander und Gesundheit. Die Trainerin, im Hauptberuf Polizistin, belehrte zur rechtlichen Seite, wonach Judo nur zur Selbstverteidigung in Notwehr oder als Sport angewandt werden darf. Die Eigenarten des Judo faszinierte die meisten Kinder. Und dass es sich um einen Zweikampfsport handelt, bei dem man darauf achten muss, auch dem Partner nicht wehzutun, war für viele neu. Die Schüler erfuhren, dass es beim Kämpfen im Sportunterricht nicht auf das Gewinnen ankommt, sondern das Miteinander.

Was das bedeutet, zeigten zahlreiche praktische Beispiele der Judo-Trainer Heike Schmidt und Robert Morsch (Kindertrainer beim JCO). Zum Schluss gab es noch Entspannungsübungen mit Partner. Darauf ein dickes Lob der Trainer an die Kinder, die sich begeistert über diese Sportdemonstration äußerten. Schließlich gemeinsames Abgrüßen. red