1. Saarland

Radfahrer mögen es gemütlich

Radfahrer mögen es gemütlich

Nohfelden. In den frühen Morgenstunden teilte sich auf dem Bahnhof in Türkismühle eine Radfahrergruppe aus Selbach. Die eine Hälfte trat Richtung Idar-Oberstein in die Pedale, die andere Hälfte setzte sich bis dorthin in den Zug. Ab Idar-Oberstein fuhren sie dann beim 19. Raderlebnistag gemeinsam weiter und kehrten mit dem Zug wieder zurück

Nohfelden. In den frühen Morgenstunden teilte sich auf dem Bahnhof in Türkismühle eine Radfahrergruppe aus Selbach. Die eine Hälfte trat Richtung Idar-Oberstein in die Pedale, die andere Hälfte setzte sich bis dorthin in den Zug. Ab Idar-Oberstein fuhren sie dann beim 19. Raderlebnistag gemeinsam weiter und kehrten mit dem Zug wieder zurück. Den umgekehrten Weg hatte das Ehepaar Pappenheimer aus Spabrücken eingeschlagen. "Wir sind um acht Uhr bei Bad Kreuznach losgefahren. Unser Ziel war die Nahequelle in Selbach. Wir fahren von Neubrücke aus mit dem Zug zurück", erzählte Dieter Partenheimer bei der Stippvisite in Nohfelden. Nur rund zwanzig Radfahrer haben sich über den ganzen Tag verteilt ihre Bonuskarte abstempeln lassen. Dazu gehörte Harald Aschenbrenner aus Theley nicht. "Ich bin bis Frauenberg und zurück 73 Kilometer gefahren", schilderte er seine Route. Bergan Richtung Nohfelden seien ihm unterwegs wenig Radler begegnet. An der Nohfelder Kontrollstation wollte er sich noch seinen Stempel abholen. Peinlich: Nach Vorlage der Bonuskarte konnten die beiden männlichen Servicekräfte hinter dem Bierstand den Stempel nicht einmal auffinden. Kopfschüttelnd packte Aschenbrenner sein Rad beim Lenker radelte nach Theley zurück. Gut angenommen wurde mit 120 Teilnehmern die AOK-Radtour rund um Nohfelden. Die Route führte über 26 Kilometern von der Burg nach Wolfersweiler, Mosberg-Richweiler, Walhausen, Neunkirchen/Nahe, Gonnesweiler und Türkismühle zurück nach Nohfelden "Die Resonanz war sehr gut", bilanzierte Robert Herrler von der Nohfelder Gemeindeverwaltung. Er weiß genau, dass der auf dem Rückweg von Idar-Oberstein ansteigende Nahe-Radweg es in sich habe. "Unter den Durchschnittsfahrer gilt der Abschnitt als nicht so angenehm. Deshalb kommen auch nicht viele Radler des Nahe-Hits bis nach Nohfelden", sprach Herrler aus Erfahrung, und setzt seit Jahren verstärkt auf ein Rahmenprogramm. Dazu zählte erneut unter anderem ein Flohmarkt. 200 Händler hatten ihre Tische aufgebaut. Dadurch konnte Leo Schmitt mit dem ADAC-Geschicklichkeitsparcours seinen angestammtem Platz auf dem Parkplatz diesmal nicht einnehmen.Mit dem Ersatzterrain vor dem Rathaus, zwischen einem Anhänger und Tapeziertischen, war Schmitt gänzlich unzufrieden. "Bei den beengten Platzverhältnissen kann ich nur einen Bruchteil aufbauen", bemängelte Schmitt. Gegen 15 Uhr baute er ab und machte Feierabend. "Unter den Fahrern gilt der Abschnitt als nicht so angenehm."

Robert Herrler