Quierschied will "saubere Energie" selbst erzeugen

Quierschied will "saubere Energie" selbst erzeugen

Quierschied. Die Erzeugung erneuerbarer Energien - besonders von Solarenergie und Windkraft - will die Gemeinde Quierschied in absehbarer Zukunft selbst in die Hand nehmen. Das ist nach Meinung von Bürgermeisterin Karin Lawall nötig, denn "die Energiewende ist in aller Munde", wie sie gestern der SZ sagte

Quierschied. Die Erzeugung erneuerbarer Energien - besonders von Solarenergie und Windkraft - will die Gemeinde Quierschied in absehbarer Zukunft selbst in die Hand nehmen. Das ist nach Meinung von Bürgermeisterin Karin Lawall nötig, denn "die Energiewende ist in aller Munde", wie sie gestern der SZ sagte. Daher werde der Zweckverband Gaswerk Illingen mit seinen Beteiligungsgemeinden strategisch unter dem Leitbild "integriertes Klimaschutzkonzept" sowie eines Teilkonzeptes "Erschließung der verfügbaren erneuerbare-Energie-Potenziale" zusammenarbeiten.Aufbauend auf den bereits in den drei Kommunen bestehenden energiepolitischen Aktivitäten planten diese mit ihrem Zweckverband weitere Schritte, um die CO2-Emissionen zu senken. Lawall betonte gestern, dass das Klimaschutzkonzept den Bürgern unmittelbare Auswirkungen bescheren wird. Bei lokaler Energieerzeugung könnten die Gemeinden sich weitgehend unabhängig machen von Importstrom und so eher "stabile Preise für saubere Energie" nachhaltig anbieten.

Die Erarbeitung des Konzeptes kostet nach Lawalls Worten 117 000 Euro. 70 000 Euro übernehme das Bundesumweltministerium, etwa 25 000 Euro das saarländische Umweltministerium, und die restlichen rund 23 000 Euro kämen vom Gaswerk Illingen.

In einer gemeinsamen Sitzung hätten die Gemeinderäte die Erstellung eines "Integrierten Klimaschutzkonzeptes" besprochen.

Dabei war in den Räumen der IKS Göttelborn auch Prof. Peter Heck vom Umweltcampus Birkenfeld. Er informierte über die Ausgestaltung eines solchen Konzeptes. Gemeinsam solle langfristig in den Beteiligungsgemeinden das Ziel der "CO2-neutralen" Gemeinde bis 2050 entwickelt werden. Dies bedeute, dass Effizienz- und Einsparmaßnahmen erforderlich sind, um die jährlich in den drei Gemeinden ausgestoßenen CO2-Mengen zu reduzieren. Andererseits sei der Ausgleich der nicht CO2-neutral produzierten Mengen durch eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger notwendig, damit in der Summe das Ziel von "klimaneutralen" Beteiligungsgemeinden erreicht werde.

Lawall betonte gestern, dass aus formellen Gründen die Gemeinderäte einzeln abstimmten. Die Räte von Illingen und Quierschied votierten demnach einstimmig für die Kooperation. Der Gemeinderat Merchweiler wolle am 16. Juni nochmals beraten, weil einige Gemeinderatsmitglieder offenbar nicht rechtzeitig vorab informiert worden seien. Lawall ging von Merchweilers Zustimmung aus. thf

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